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  #1 (permalink)  
Alt 01.01.2012, 23:19
Benutzerbild von saluki87w
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Registriert seit: 28.11.2009
Beiträge: 572
Standard Jagdgebrauchshunderassen nur in Jägerhänden?

Ich weiß, diese Frage wurde wahrscheinlich schon millionenfach diskutiert...
aber vielleicht hat der ein oder andere seine Meinung inzwischen verändert?
Vielleicht beteiligen sich auch ganz neue User und bringen somit neue Gedankengänge mit ein?

Ich möchte einfach von euch wissen:
Gehören Jagdgebrauchshunderassen ausschliesslich in Jägerhände?
Wenn ja, warum?
Wenn nein, warum?
Vielleicht gibt es auch den Weg dazwischen?

Lg Andrea (Nichtjägerin) und Jaimy (Großer Münsterländer)
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  #2 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 14:05
Benutzerbild von Nett-Man
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Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Hamburg. Wo sonst?
Beiträge: 4.051
Standard

Ein Jagdhund ist nicht "automatisch" auch ein Jagdgebrauchshund. Man denke nur an die vielen Jagd-Modehunde, die in den vergangenen Jahren modern geworden sind: Parson-Russell Terrier, Retreiver, Sloughi, Weimaraner, Braquen, Setter, Spaniel, um nur einige zu nennen. Die werden als Familienhunde gehalten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Entscheidend für die Abgabe ist, ob der Halter in der Lage ist, den Hund artgerecht zu halten, zu führen und vor allem - kompensierend - auszulasten.

Von dieser These ausgehend würde ich es verneinen, dass bestimmte Rassen nur an bestimmte Haltergruppen abgegeben werden sollten.

Ich bin aber auch generell für die Einführung einer verpflichtenden Halterzugangsvoraussetzung für alle Halter VOR Anschaffung des Tieres.
__________________
Gruß aus Hamburg
Ralf


"Auf der Suche nach dem Glück, stellte sich heraus, das Glück sieht aus wie ein Hund!"

Geändert von Nett-Man (02.01.2012 um 14:28 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 18:51
Benutzerbild von stebo
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Registriert seit: 30.11.2008
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Beiträge: 5.893
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Meines Erachtens sollte ein Jagshund in den Händen eines Nichtjägers kein Problem sein, solange der HH den Hund auch ohne Jagd rassegerecht auslasten kann.

Ist der HH in der Lage und bereit, nicht nur spazieren zu gehen sondern auch andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, kann der Jagdhund sicherlich ein glückliches Leben führen!
Es muss "nur" (und das ist ja wahrscheinlich das Schwerste, das ein Hundezüchter schaffen muss) gewährleistet sein, dass die NeuHH sich darüber im Klaren sind, was es heißt ein Exemplar der Rasse zu Hause zu haben.
__________________
LG Steffi und Henry
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  #4 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 19:46
Benutzerbild von kepri
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Wieso die Jagdhunde, es trifft doch auch Herdenschützer und Hütehunde und etliche ursprüngliche Arbeitstiere die unausgelastet ebenfalls schnell dem Halter über den Kopf wachsen.
All diese Spezialisten werden von mehr oder weniger sachkundigen Haltern angeschafft und können ihre Selektion schnell vergessen und zum wilden Jäger werden.

Gibt es einen Grund warum wir mal wieder die Jagdhunde heranziehen?
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Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

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Alt 02.01.2012, 19:56
Benutzerbild von Doggystyle
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Registriert seit: 24.06.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 4.821
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Ganz genau..

Alle Spezialisten müssen ausreichend ausgelastet werden damit sie glücklich werden können..

Das muss sicherlich nicht unbedingt die Beschäftigung sein, für die sie ursprünglich mal gezüchtet wurden, macht aber trotzdem verdammt viel Arbeit und kostet Zeit und Nerven.

Nur wie viele Hundehalter gibt es, die das leisten können und wollen?

Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, warum es für Otto-Normalverbraucher unbedingt der Deutsch Drahthaar sein muss oder ein Weimaraner oder ein Husky.
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  #6 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 20:00
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.011
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Oh, weil der DD so urig aussieht, ich liebe diese Hunde (würde mir aber keinen zulegen)
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Marian Anderson

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  #7 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 20:13
Benutzerbild von stebo
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Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 5.893
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Die Jagdhunde sind hier deshalb Thema, da es Züchter gibt, die ihre Welpen nur in Jägerhände abgeben.
Klar gilt die Thematik auch für andere Spezialisten...die Gegebenheiten müssen hinhauen und die Leutchen müssen wissen worauf sie sich einlassen und auch mit dem Hund arbeiten wollen!
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LG Steffi und Henry
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  #8 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 20:20
Benutzerbild von kepri
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Danke Stebo, der Hintergrund erschloss sich mir nicht.
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Marian Anderson

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  #9 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 20:34
Benutzerbild von stebo
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Registriert seit: 30.11.2008
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Beiträge: 5.893
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Zitat:
Zitat von kepri Beitrag anzeigen
Danke Stebo, der Hintergrund erschloss sich mir nicht.
Gerne doch - klugsch***en ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen gleich nach der artgerechten Auslastung meines in Nichtjägerhände abgegebenen Jagdhundes )))
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LG Steffi und Henry
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  #10 (permalink)  
Alt 02.01.2012, 20:42
Benutzerbild von bolly
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Beiträge: 247
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Ich denke seit gestern drüber nach. Es ist echt schwer:

Generell sage ich, nur in Jägerhände abgeben ist Blödsinn, die Ausbildungsmethoden bei den Jägern sind nicht gerade auf dem neuesten Stand, oft sitzt der Hund nach bestandener Brauchbarkeit nur im Zwinger und im Auto und darf bei einer Nachsuche oft unter konfusesten Bedingungen kurz raus und sein Glück versuchen.
Da hat er es bei der Hausfrau die Agi macht oder in der Rettungshundestaffel ist doch 1000mal besser.

Aber:
Wenn ich mir die Fotos von meiner letzten Jagdprüfung anschaue, meine kleine Hündin mit Fasan im Fang, voller Glück von der Nase bis zur Schwanzspitze -
(ich kanns nicht anders ausdrücken, sorry)
DAS ist die Wahrheit - dafür ist sie geboren, dafür ist sie gemacht, so schmeckt das Leben.

Nichts, aber wirklich nichts auf der Welt, kein Trailen, kein Klickern, kein Bällchen kann meine Labis glücklicher machen als die jagdliche Arbeit. (Und ich belohne NICHT, KEIN Apport, kein Ende einer Schweißfährte, NIX)

Auch mein kleiner Spaniel durfte mal eine Schweißfährte machen (Stehzeit war zu lang und natürlich eine Kunstfährte), er fand das ganz nett - Vögel und Schmetterlinge jagen findet er aber besser.

Die Frage ist wieso züchte ich den "hochbegabten" Hund, damit er das, was seine Bestimmung ist nicht ausleben kann? Die Besitzer sind gestresst weil sie für "Ersatzbefriedigung" suchen müssen, damit es "geht". Ich hatte vor einiger Zeit tatsächlich in der DRC-Zeitung die Ausschreibung für ein Anti-Jagd-Seminar entdeckt - da bin ich fast vom Stuhl gefallen.

Wie gesagt es ist schwierig - wenn Sympathie und Kompetenz gleichauf wären würde ich den HH mit Jagdschein bevorzugen.
__________________
------------------------
Liebe Grüße aus Franken,
Nina
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