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  #1 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 15:46
Moderator
 
Registriert seit: 06.12.2008
Beiträge: 5.141
Standard Dissidenzzucht oder Zucht im VDH/FCI ?

Da an anderer Stelle im Forum schon darüber diskutiert wurde, eröffne ich hier einen neuen Thread.

Was spricht für eine Zucht im VDH?
Was dagegen?

Metaxa
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  #2 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 16:40
Benutzerbild von Eavy
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 31.05.2008
Beiträge: 165
Standard

Ich glaube so kann man die Frage nicht stellen. Mir war es sehr wichtig, dass unser erster Hund VDH-Papiere hat, wegen überwachter Aufzucht, Gesundheit usw. Heute bin ich leider um einiges nüchterner.
Der VDH fungiert mehr oder weniger als dienstleistungsausführendes Unternehmen. Seine Züchter sind so gut oder so schlecht wie die Zuchtordnung in den jeweiligen Vereinen. Ich kenne Züchter unter dem VDH, bei denen ich einen Hund kaufen würde, aber ich kenne auch genug, bei denen würde ich nicht kaufen. Ich besuche oft Ausstellungen des VDH, vieles was laut Ausstellungsordnung verboten ist, wird praktiziert und niemand stört sich dran, es wird drüber weg geschaut.
__________________
Nichts ist grenzenlos nur die menschliche Dummheit!
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  #3 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 16:47
Benutzerbild von kahuna
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 11.06.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.913
Standard

Ich bin für jede Art von Zucht-Vereinigung, die in der Lage ist und das Kleingeld dazu aufbringt genetische Daten aufzuheben, auszuwerten und so dafür sorgt dass gesunde Hunde über viele Generationen hinweg gezüchtet werden.

Dass Modetrends,Qualzucht und Billig-Kofferraum-Verkäufen Einhalt geboten wird.

Dass Käufer vorab eine Möglichkeit haben sich strukturiert über ihre Lieblingsrasse zu informieren und auch kompetent beraten werden welche Hunde sich für sie wirklich eignet.

Ich verfolge zur Zeit die Diskussion in einem internationalen Berger Picard Forum. Diese Rasse hat wohl eine kleine, feine Gefolgschaft in den USA/Kanada aber leider nur einen kleinen Gen-Pool aus dem sie schöpfen.
Dort haben viele Picards einen sogenannten Papageien-Schnabel dass bedeutet der Unter-/Oberbiss ist so massiv ausgeprägt dass sie keine Objekte vom Boden mit der Schnauze greifen / aufheben können.
Viele Käufer freuen sich weil sie so zu einem Picard zum "Schnäppchen-Preis" kommen. Jeder 10. Picard soll das angeblich dort haben. Schrecklich.
Von einem VDH würde ich erwarten dass sie dagegen anarbeiten.
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  #4 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 16:48
Benutzerbild von mausilla
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.04.2009
Ort: fast schon in Polen
Beiträge: 1.696
Standard

Mit manchen Rassen würde ich eher in einem Nicht-VDH-Verein züchten bzw. einen Hund von dort nehmen.

Bspw. gibt es anatomisch korrekte und deshalb wohl auch gesündere SH in der Dissidenz.
Manche Rassen sind auch vom VDH garnicht anerkannt. Wie die Rückzüchtungen des English Bulldog, die OEB oder der Continental Bulldog.

Mit Lea hätte ich auch bei der Dissidenz gezüchtet. Da ihre Eltern zwar VDH-Papiere hatten, die Züchterin auch einen eingetragenen Zwingernamen, der Wurf aber ein echter "Ups-Wurf" war und deshalb keine Papiere vom VDH bekam.
Von einem anderen Verein bekam ich für Lea, nach Vorlage aller Unterlagen, Papiere, so dass ich in diesem Rahmen auch ausstellen konnte.
Dass wir dann doch nicht gezüchtet haben, trotz vorzüglicher Beurteilungen, hat andere Gründe.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #5 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 17:37
Benutzerbild von DogGirl
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Registriert seit: 07.01.2008
Ort: südlich von Hamburg
Beiträge: 808
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Allllso, zweimal habe ich jetzt mit amtlichen VDH-Zucht-Hunden und so am Rande deren Vereinen meine Erfahrungen machen können.
Grundsätzlich denke ich (weil ich auch einfach gerne an das Gute im Menschen glaube), dass die allerallermeisten VDH angeschlossenen Züchter das Wohl ihrer Rasse z.B. in Hinblick auf die Gesundheit der Tiere und auf die Aufklärung und die Auswahl der Welpen-Interessenten ganz weit vorne auf der Liste haben…

Ich kann aber gleichzeitig aus meinen Erfahrungen Beispiele nennen, wo genau das nicht so war:

1. Klar hatte man bei der Auswahl des Deckrüden das – wie heißt das? – Zuchtregister mit allen Ahnen genauestens studiert… aber dann brach sich der Auserwählte bei einem Unfall das Bein und man musste eben den anderen eigentlich gar nicht wirklich geeigneten Rüden die Hündin belegen lassen… weil sonst die eigene familiäre Urlaubsplanung über´m Haufen gewesen wär´…
Dass der Wurf aus lebenslang an Leib und Wesen kranken Hunden bestand, hat übrigens beim Zuchtverband – soweit ich weiß – niemand hören wollen….

2. Gerade bei Rassen mit einem sehr kleinen Genpool gibt es – aus meiner Sicht – merkwürdige „Einschränkungen“ für die Auswahl der zur Zucht zugelassenen Hunde. Rein optische Kriterien entscheiden, ob ein – nach ärztlichem Ermessen – kerngesunder Hund den kleinen Genpool bereichern darf… oder eben nicht, denn man muss sich ja an diese Vorgaben und Regularien halten, sonst verfälscht das die Reinheit des Rasse-Standards (!?!)

3. Interessenten für eine Hunderasse die - gerade als Ersthundebesitzer – meist leider immer noch sehr naiv daherkommen, gehen gar nicht mal sooo selten mit einem VDH-Zucht-Exemplar nach Hause, wo man sich fragt: wie konnte dieser Züchter diesen Leuten guten Gewissens diesen Hund geben (verkaufen) ?

…..ich glaub´, mir würde noch mehr einfallen………………………………………………………….

Und für mich bleibt auch die Frage, warum sich der VDH als Verband nicht dafür einsetzt, dass jeder potentielle Käufer eines "seiner" Hunde nicht einen Sachkundenachweis erbringen MUSS, bevor er mit dem süßen Fellknäul auf´m Arm nach Hause darf... das würde unter Umständen doch viel Leid auf beiden Seiten - Mensch und Hund - ersparen...
Diesen Vorschlag hab´ ich übrigens in den letzten Tagen schon mal irgendwo gelesen
__________________
Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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Alt 31.12.2011, 17:42
Benutzerbild von kepri
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Mein guter Vorsatz für 2012:

ich les hier besser nicht *mantraaufsag*
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Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

http://co-bold.jimdo.com

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Alt 31.12.2011, 18:06
Benutzerbild von DogGirl
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Zitat:
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Mein guter Vorsatz für 2012:

ich les hier besser nicht *mantraaufsag*
Wieso? Weshalb? Warum?
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Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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Alt 31.12.2011, 18:31
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Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Hamburg. Wo sonst?
Beiträge: 4.051
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Wofür stehen VDH / FCI bzw. andere Zuchtvereine?
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Gruß aus Hamburg
Ralf


"Auf der Suche nach dem Glück, stellte sich heraus, das Glück sieht aus wie ein Hund!"
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  #9 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 21:54
Benutzerbild von Susi53
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Beiträge: 1.093
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Bestimmt total OT, aber ich versuch es trotzdem:
Kann ein (Rasse)hund aus den Niederlanden mit FCI-Papieren hier auch die VDH Papiere bekommen? Es ist eine Rasse, die hier auch vom VDH vertreten wird.
LG Ingrid
__________________
www.hilfe-fuer-hundehalter.de
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  #10 (permalink)  
Alt 31.12.2011, 22:05
Benutzerbild von DogGirl
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Registriert seit: 07.01.2008
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Beiträge: 808
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Zitat:
Zitat von Susi53 Beitrag anzeigen
Bestimmt total OT, aber ich versuch es trotzdem:
Kann ein (Rasse)hund aus den Niederlanden mit FCI-Papieren hier auch die VDH Papiere bekommen? Es ist eine Rasse, die hier auch vom VDH vertreten wird.
LG Ingrid
Ich weiß zumindest, dass ein in den Niederlanden mit offiziellen Papieren gekaufter Hund, der hier in Deutschland die Ausstellungsergebnisse bringt, die eben erforderlich sind (davon habe ich 0 Ahnung) - dass mit diesem Hund hier im VDH gezüchtet werden darf...
Also die Antwort auf deine Frage - meiner Meinung nach : Ja.
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Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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