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  #1 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 12:33
Benutzerbild von stebo
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Standard Der alten kranken Hündin einen Welpen vorsetzen?

Angeregt durch einen Fall im Bekanntenkreis meiner Eltern bin über die Frage gestolpert, wann man einem Oldie noch einen Welpen vor sie Nase setzen kann.

Die betroffene alte Dame ist nun 15, hat starke Arthrose und einen akuten Bandscheibenvorfall. Sie ist in einem bedauernswerten Zustand und es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sie über die Regenbogenbrücke geht.
Das Paar hat sich nun gestern Welpen angeschaut - von denen frühestens in 5 Wochen einer bei ihnen einziehen kann.
Als ich gestern die alte Hündin gesehen habe, habe ich meine Mutter gefragt, ob der Welpe auch einziehen soll, wenn sie noch lebt. Meine Mutter sagte, dass der TA gesagt hätte, dass das gut wäre, denn so könnte sie den Welpen noch mit erziehen.
Ich war ehrlich entsetzt über die Antwort des TA, weil ich mir nocht vorstellen kann, dass die Hündin - in ihrer Bewegungsfähigkeit durch die Krankheit und Schmerzen so stark eingeschränkt - sich gegen einen übermütigen Junghund überhaupt noch ordentlich zur Wehr setzen kann.
Nur vom Alter allein würde ich eine Neuanschaffung sicherlich nicht abhängig machen, aber bei einem alten, kranken Hund mit starken Schmerzen - da finde ich es für den altgedienten treuen Freund eine Zumutung, schon mal den neuen Hüpfer zu präsentieren...

Wie seht ihr das????
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LG Steffi und Henry
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Alt 20.05.2011, 12:36
Benutzerbild von kepri
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Ich kann dich gut verstehen, ich habe ja schon Probleme Kepri den Zwerg Blase unter zu schummeln, da habe ich mir auch Gedanken gemacht, Kepri war zu diesem zeitpunkt noch nicht eingestellt und akut vom Schlaganfall bedroht. Gut ich suchte diese Herausforderung ja nicht bewusst, Gedanken machte ich mir aber trotzdem.
Ich schottete Baldo oft von Kepri ab, damit sie Ruhe bekommt, jetzt brauch ich das nicht mehr.
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Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

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Alt 20.05.2011, 12:48
Benutzerbild von stebo
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Zitat:
Zitat von kepri Beitrag anzeigen
Ich kann dich gut verstehen, ich habe ja schon Probleme Kepri den Zwerg Blase unter zu schummeln, da habe ich mir auch Gedanken gemacht, Kepri war zu diesem zeitpunkt noch nicht eingestellt und akut vom Schlaganfall bedroht. Gut ich suchte diese Herausforderung ja nicht bewusst, Gedanken machte ich mir aber trotzdem.
Ich schottete Baldo oft von Kepri ab, damit sie Ruhe bekommt, jetzt brauch ich das nicht mehr.
Ich kann verstehen, dass der Wunsch nach einem neuen Hund da ist! Und es ist auch nichts verwerfliches daran, sich Welpen anzuschauen...
Aber meiner Meinung nach sollte der alte Hund wenigstens in Ruhe seine letzten Tage verbringen dürfen.
Es kann ja auch gut klappen: Bei unseren Nachbarn ist in diesem Jahr der "alte" Hund im Alter von 7 an Prostatakrebs erkrankt. SIe Besitzer wussten, dass diese Art nicht heilbar ist und wussten, dass Max nicht mehr lange leben würde, dennoch war er bis zum Schluss immer noch in der Lage, mit Hunden zu kommunizieren und auch kurz zu spielen...und so haben sie nach einer testweisen Zusammenführung kurz nach der Diagnose einen fast noch Welpen aus einer Pflegestelle hier in der Nähe aufgenommen. Max und Maggie (eine herzallerliebste Maus) haben zusammen noch ein paar schöne Tage gehabt, bis dann Max Werte einfach zu schlecht waren. Bei Max hatte ich nicht den Eindruck, dass er unter Maggie gelitten hat. Bei der alten Hundedame jetzt konnte ich mir nach dem Eindruck gestern beim beten Willen nicht vorstellen, wie sie ohne Schmerzen einem gut gelaunten verspielten Welpen sagen soll, dass sie GAR keinen Bock auf Spielen hat. SIe kann es auch definitiv nicht da sie gar nicht fest auf allen Vieren stehen kann.
__________________
LG Steffi und Henry
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  #4 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 12:52
Benutzerbild von kepri
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Was, wenn sie dem kleinen tatsächlich mal Bescheid sagt, unter Schmerzen fällt das sicherlich heftiger aus...
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Marian Anderson

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  #5 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 13:45
Benutzerbild von sie.she.elle
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Wenn die Hündin so eingeschränkt ist, wie du es beschreibst, würde ich das nicht befürworten. Ich kenne zwar einige Fälle, wo der Ersthund nochmal richtig aufgelebt ist und dann sogar noch wieder Erwarten 2 Jahre gelebt hat, aber da waren die Hunde eben auch "nur alt" und nicht krank.

Und dann kommt es finde ich noch auf das Verhalten des Ersthundes an, z.B. ob es ein eifersüchtiger Hund ist.

Als ich vor 2 Jahren die Diagnose bei meiner Hündin bekommen habe, habe ich mich zwar auch schon nach Hunden umgesehen, aber niemals hätte ich ihr einen Welpen vorgesetzt. Erstens war sie eifersüchtig und außerdem brauchte sie durch ihre Erkrankung viel mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Ich wollte ihr in ihren letzten Wochen 150% geben können und für mich persönlich hätte ich es moralisch nicht gut gefunden, bzw. hätte ein schlechtes Gewissen gehabt.
Zumal warum den Welpen auch an einen Ersthund gewöhnen, der in absehbarer Zeit erlöst werden muss? Vielleicht ist das für einen Welpen auch nicht so gut, aber damit kenne ich mich zu wenig aus.
__________________
"Ein Hund ist treu bis zum letzten Schlag seines Herzen!"

"Keine Beleidigung würde mich mich so hart treffen wie ein mißtrauischer Blick von einem meiner Hunde"
James Gardner
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Alt 20.05.2011, 14:19
Benutzerbild von miss.noah
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Ich finde das in dem von dir geschilderten Fall daneben.
Der Hund ist alt und krank, keine anderen Hunde im selben Haus gewohnt, einen Welpen dazuzusetzen finde ich eine Zumutung für den Oldie.
Wenn ich mir Noah so angucke, ja auch in dem Alter (wird im September 16), der ist zwar noch fit, aber von der jüngeren Fraktion deutlich genervt. Draußen geht er weiter, aber im Haus, das ist der pure Streß für ihn. Er will seine Ruhe, junger Hund will Action.
Die wollen einfach ständig irgendwas, während Oppi einfach in Ruhe daliegen will, bitte ohne gestört zu werden.
Dazu kommt, dass ich es dem alten Hund gegenüber auch nicht fair finde, ihm in den vermutlich letzten Wochen/Monaten die Aufmerksamkeit "zu entziehen". So ein Junghund braucht viel Zeit, der Alte läuft wahrscheinlich sowieso eher unkompliziert mit...
Andersrum genauso. Wenn dann der alte Hund wirklich viel Betreuung braucht, kommt der Welpe zu kurz. Egal wie rum, für mich ist es in der Situation keine gute Kombination.
Wäre der Hund noch etwas jünger, fitter und gesünder... vielleicht, je nach Hund.

"Miterziehen" setzt eben auch eine gewisse Fitness beim Althund voraus, wenn der nur noch aus seinem Körbchen heraus schnappen kann (überspitzt formuliert), macht das doch für keinen Sinn.

Ich hoffe, die alte Dame darf in Ruhe sterben, mit all der Aufmerksamkeit ihrer Besitzer, die dann später einem jungen Hundekind ein schönes Leben bieten können.
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  #7 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 14:20
Benutzerbild von nimm2
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Zitat:
Zitat von sie.she.elle Beitrag anzeigen
Ich wollte ihr in ihren letzten Wochen 150% geben können und für mich persönlich hätte ich es moralisch nicht gut gefunden, bzw. hätte ein schlechtes Gewissen gehabt
Das sehe ich auch so, die Hündin braucht vielleicht zunehmend mehr Pflege und Aufmerksamkeit - und ein Welpe braucht das auch, der läuft ja nicht einfach so "nebenher". Meine mathematischen Fähigkeiten reichen zwar nicht an die von HV heran () aber ich komme auf: 2x150% = 300% - hat die Familie "Personal"???

Gibt es einen Grund - ausser dem tollen TA-Rat - warum der Welpe gerade jetzt einziehen soll?
__________________
Herzlichst, Susann
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  #8 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 14:32
Benutzerbild von Hundenase
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Ansich kann ein junger Spund der reinste Jungbrunnen für einen älteren Hund sein , jedoch sollte dieser auch gesund sein . Ansonsten wäre es eine Zumutung für den alten , kranken Hund , dann kann nämlich das Gegenteil eintreten , er baut rapide ab.
Und wie soll dieser kranke , eingeschränkte Hund den Welpen überhaupt erziehen ?
Undenkbar , ich würde es jedenfall nicht tun
__________________
Am Anfang schuf Gott den Menschen.Doch als er sah, wie schwach er war , gab er ihm den Hund.
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Alt 20.05.2011, 15:16
Benutzerbild von corazon
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Ich sehe das ähnlich wie die anderen. Bis vor 2, 3 Jahren hätte Inka einen Welpen auch noch miterzogen! Aber jetzt will sie sie nur noch zum schweigen bringen, notfalls mit Gewalt Inka ist jetzt 14 und kann das Herumgewusel von Welpen überhaupt nicht mehr haben (sie liebte früher Welpen über alles!)
Ich finde es für einen alten, kranken Hund zu viel, ihn mit einem Welpen zu konfrontieren. Ich würde zu Inka nicht mal mehr einen 2. erwachsenen Hund dazu nehmen.
__________________
Stefanie mit Inka und "Bello impossibile" Corazón

CoraInka
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  #10 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 16:30
Benutzerbild von Doggystyle
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Ort: Hessen
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Meine letzte Hündin wurde ja fast zwanzig..

Als sie 18 war wollte meine Schwester eine Englische Bulldogge aus dem Tierheim zu uns holen.

Der Bully war total lieb und goldig, aber ich weiß noch, dass ich richtig Bauchweh beim Gedanken bekam, ihn der Alten als Dritthund vorzusetzen. Ich WUSSTE damals, dass es nicht gut für sie wäre und habe meine Schwester deswegen gebeten es nicht zu machen.

Meine Schwester war sehr traurig, aber sie hat's verstanden und es war die beste Entscheidung.

Genauso sehe ich das auch im Fall, den du geschildert hast, stebo.

Ich finde das sehr egoistisch!
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