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Ich habe mit Ben auch so oft hin und her überlegt, ob das in Ordnung geht, wenn Naya kommt.
Ben wird am 29. Mai 16 Jahre alt und Naya ist 8 Monate. Ben ist 41,5 cm groß und wiegt 18 Kilo, Naya ist 75 cm hoch und wiegt jetzt 44 Kilo. Ich habe sehr viele Dinge abgewogen. Für mich war ausschlaggebend: - Ben ist nicht so krank, dass er Schmerzmittel bräuchte oder ähnliches. - Ben macht es gar nichts aus, wenn andere Hunde hier zu Besuch sind. Wir haben schon mal andere in den Ferien da und er zeigt sich völlig unbeeindruckt davon, wer hier rein und raus geht. - Ich wußte, dass ich beruflich so viel kürzer treten kann, dass ich für längere Zeit 24 Stunden am Tag da sein kann. - Ich war davon überzeugt, dass Naya noch von Ben profitieren kann. Ich sehe dieses, "dann blüht der alte Hund nochmal auf", übrigens insofern kritisch, als dass es auch bedeuten kann, das der alte Hund mithalten muss und im Grunde über seine Grenzen geht. Ich bin sehr positiv überrascht, wie gut es mit den beiden klappt. Naya hat nur sehr selten "Anfälle", wo sie Ben zum Spielen auffordert und wenn sie nervt, dann knurrt und kläfft er sie mal kurz an und schnappt in die Luft und dann dreht sie auch weg. Mittlerweile probiert sie, ihm in T-Stellung den Weg zu versperren. Ich muss dann immer grinsen. Ihn interessiert das nicht die Bohne und er geht stur geradeaus unter ihr durch. Dann guckt sie ganz verdutzt und rennt wieder vor ihn und er geht wieder unter ihr durch. Meist gibt sie dann auf. Wenn es impertinent wird, dann greife ich sofort ein. Sie respektiert z.B. sein Körbchen. Das ist seine Ruhezone und sie geht nie daran. Sie schnuppert selbst mit großem Abstand. Manchmal liegen sie zusammen auf einer Decke und letztens hat Ben sehr gemütlich seinen Kopf auf ihr abgelegt. Das fand ich so rührend oder sie leckt ihm hingebungsvoll die Schnauze oder die Augen. Im Urlaub hatte Naya Angst auf einen Anglersteg zu gehen. Sie stand am Ufer und wollte nicht folgen, ich überlegte noch, was jetzt am klügsten zu machen sei, da spazierte Ben an ihr vorbei auf den Steg. Man sah es regelrecht in ihrem Hirn arbeiten und dann ging sie breitbeinig hinterher. Geändert von Varghona (20.05.2011 um 20:57 Uhr). |
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Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Das zeigt mir doch, dass ich mit meinem Gefühl nicht allein da stehe.
In diesem Fall scheint es wirklich auf den Rat des TA zurückzugehen. Ich finde das wirklich unverständlich, denn gerade der sollte doch die körperliche Verfassung der Hündin richtig einordnen können. Sie wirkte auf mich wirklich kein Bisschen so, als könnte sie mit "erziehen". Bei einem Welpen muss der erziehende Hund dem Ganzen doch auch körperlich gewachsen sein. Und das ist die kleine hutzelige Greisin definitiv nicht. Sie hat mit ihrem eigenen Körper genug zu tun. Ich denke, dass es da eben keine Pauschallösung gibt, denn es gibt genügend "Alte", die mit einem Jungspund prima zu Recht kommen. Aber in diesem Fall würde ich es definitiv nicht machen. Vielleicht ist man aber dem körperlichen Verfall des eigenen Hundes gegenüber ab einem gewissen Grad blind? Ich erinnere mich an unseren Greis, der fast 16 wurde. Sehe ich heute alte Fotos von den letzten Monaten, dann zucke ich richtig zusammen, wie vergreist er war. So lange er noch am Leben war, ist mir das gar nicht so sehr aufgefallen. Klar wusste ich, dass seine Tage gezählt waren. Aber ich habe mich von Tag zu Tag gehangelt und ihn Hund halt jeden Tag ein bisschen weniger werden sehen...aber es geht eben schrittweise fast unmerklich, während Außenstehende, die den Hund nach langer Zeit wieder sehen oft erschrocken sind.
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LG Steffi und Henry |
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