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  #1 (permalink)  
Alt 11.05.2011, 19:05
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Standard Schutzgebühr

Hallo, ich bin noch neu hier, wollte aber unbedingt mal eine Frage los werden.

Wie seht ihr das, wenn für Hunde eine "Schutzgebühr" verlangt wird. Ich meine hier nicht Hunde aus dem Tierschutz, sondern solche, die beim Besitzer aus unterschiedlichen Gründen raus müssen, zur Zucht nicht taugen und deshalb weg müssen, Scheidungshunde, Umzugsopfer etc.

Ich persönlich habe keine Lust diesen Leuten noch 200-300 Euro zu geben, dafür dass ich ihnen ihr Problem löse. Ich habe kein Problem damit, etwas zu zahlen, aber dann lieber an einen Tierschutzverein o.ä. als Spende.

Ich habe gerade eine Bekannte, die einer Züchterin 250 Euro für einen reinrassigen 3 jährigen Jack bezahlt hat, weil der für die Zucht nicht taugt. Ich finde das echt daneben. Zumal der Hund nicht die geringste Ahnung von den Grundkommandos hat.

Bin gespannt auf eure Meinungen.
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  #2 (permalink)  
Alt 11.05.2011, 19:31
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Ort: 52391 Vettweiß
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Das sehe ich völlig anders .
Nur wenn ich jemanden schon sehr sehr lange und gut kennen würde ,dann würde ich drauf verzichten .
Ansonsten sagt ja bereits der Name " Schutzgebühr " wozu solch eine Zahlung gut ist
Davon mal abgesehen löst du nicht das Problem der Leute ,sondern bekommst einen Hund zum Schnäppchen Preis
Alle eine Frage der Ansicht
__________________
Viele Grüsse von
Ingrid und Berry

http://www.dshini.net/de/spage/8aa4b...6-882926a9043a

http://www.bretonen-in-not.de/
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  #3 (permalink)  
Alt 11.05.2011, 19:42
Benutzerbild von Doggystyle
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Hab's hier kürzlich erst geschrieben:

Was nix kostet ist nix wert!

Ich würde IMMER eine Schutzgebühr verlangen und mich wundern, wenn ich keine zahlen sollte, denn wer ein paar Hunder Euros blechen soll, der denkt nun mal eher gründlich über die Entscheidung nach als jemand, dem ein Hund (vor allem ein süüüüüüüßer Welpe!) geschenkt wird..

Wobei ich die Idee mit der Spende gut finde!
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  #4 (permalink)  
Alt 11.05.2011, 19:51
Benutzerbild von miss.noah
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Wo ist denn der Unterschied zwischen "Schutzgebühr" und "Verkaufspreis"?
An Laborpreisen kann sich eine Schutzgebühr ja nicht orientieren, wenn man sich da die Unterschiede z.B. zwischen den Tierheimen anschaut...
Klingt nur netter, wenn man eine Schutzgebühr verlangt statt einfach einen Preis zu nennen... oder was?

Ansonsten: Man muss wohl tatsächlich irgendwas verlangen, um Idioten auf ´nem Haustiertrip abzuhalten.
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Alt 11.05.2011, 20:50
Benutzerbild von mausilla
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Ich finde nichts Verwerfliches dran, für einen Hund auch von privat was zu bezahlen.

Oder eben, wenn ich selber einen abgeben müßte, Geld dafür zu nehmen.

Meist sind die Tiere ja auch schon erzogen, geimpft usw. Man kriegt oft noch Zubehör mit.

Der Preis sollte sich natürlich im Rahmen halten.

Ansonsten zitiere ich hier mal berry:

"Davon mal abgesehen löst du nicht das Problem der Leute ,sondern bekommst einen Hund zum Schnäppchen Preis "
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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Alt 12.05.2011, 09:39
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Zitat:
Ansonsten sagt ja bereits der Name " Schutzgebühr " wozu solch eine Zahlung gut ist
Wozu ist sie gut? Zum Schutz des Hundes? Wohl kaum, denn wie will man einen Hund mit einem Geldbetrag schützen? Etwa davor, dass er beim neuen Besitzer nicht auch wieder rausfliegt?

Das Wort Gebühr bezeichtnet eigentlich ein Entgelt für die Inanspruchnahme von öffentlichen Verwaltungen, Behörden. Da könnte man mit ganz viel gutem Willen noch Tierschutzvereine einbeziehen, obwohl das eigentlich schon nicht korrekt ist. Wenn Privatpersonen oder Züchter Geld für die Abgabe eines Hundes verlangen so ist das einfach ein Verkaufspreis, der da gezahlt wird. Auch bei einem Rechtsstreit wegen der Abgabe oder Übernahme eines Hundes wird der gezahlte Betrag als Kaufpreis angesehen.
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  #7 (permalink)  
Alt 12.05.2011, 11:33
Benutzerbild von luckysarah
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Zitat:
Zitat von Tonia Beitrag anzeigen
Wozu ist sie gut? Zum Schutz des Hundes? Wohl kaum, denn wie will man einen Hund mit einem Geldbetrag schützen? Etwa davor, dass er beim neuen Besitzer nicht auch wieder rausfliegt?
Ja, eine Schutzgebühr dient dem Schutz des Hundes. Ich bin da ganz einer Meinung mit Doggystyle und Berry. Heute gilt oft der Grundsatz: Was nichts kostet, ist nichts wert. Wer für einen Hund als Gegenwert einen bestimmten Geldbetrag auf den Tisch legen muss, überlegt sich mit etwas Glück einmal mehr, ob diese Entscheidung vernünftig ist und wägt die Konsequenzen ab. Viel leichtfertiger würde eine Entscheidung ausfallen, wenn der Hund kostenlos zu haben wäre und mit der Anschaffung kein finanzielles Risiko verbunden wäre.

Ob es nun am Ende Schutzgebühr oder Kaufpreis heißt, ist für mich eigentlich zweitrangig. Hauptsache ist, dass der Hund in irgendeiner Form davor geschützt wird, als Wanderpokal von einem Besitzer zum nächsten zu ziehen.
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  #8 (permalink)  
Alt 12.05.2011, 11:56
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Zitat:
Hauptsache ist, dass der Hund in irgendeiner Form davor geschützt wird, als Wanderpokal von einem Besitzer zum nächsten zu ziehen.
Wenn man den Hund durch Zahlung eines Geldbetrages davor schützen könnte, dann dürften ja eigentlich keine Hunde, die für höhere Geldbeträge bei Züchtern gekauft wurden, im Tierschutz landen. Ist aber leider doch so! Auch Hunde, für die im Tierschutz ein Betrag gezahlt wurde, der sich Schutzgebühr nannte, werden von vielen Menschen wieder abgegeben und landen zuim zweiten oder dritten Mal im Tierschutz. Und jedesmal wird vom nächsten Erwerber wieder ein Geldbetrag gezahlt. Wie sieht es da mit dem Schutz durch das Geld für den Hund aus?

Mit keinem Wort habe ich geschrieben, dass ich gegen die Bezahlung eines Hundes bin. Im Gegenteil, dafür, dass man einen so wertvollen Gegenwert bekommt soll Geld bezahlt werden. Aber man kann diesen Betrag einfach als Preis bezeichnen und fertig. Es als Schutzgebühr zu bezeichnen ist irgendwie irreführend.
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  #9 (permalink)  
Alt 12.05.2011, 11:58
Benutzerbild von miss.noah
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Zitat:
Zitat von luckysarah Beitrag anzeigen
Ja, eine Schutzgebühr dient dem Schutz des Hundes. Ich bin da ganz einer Meinung mit Doggystyle und Berry. Heute gilt oft der Grundsatz: Was nichts kostet, ist nichts wert. Wer für einen Hund als Gegenwert einen bestimmten Geldbetrag auf den Tisch legen muss, überlegt sich mit etwas Glück einmal mehr, ob diese Entscheidung vernünftig ist und wägt die Konsequenzen ab. Viel leichtfertiger würde eine Entscheidung ausfallen, wenn der Hund kostenlos zu haben wäre und mit der Anschaffung kein finanzielles Risiko verbunden wäre.

Ob es nun am Ende Schutzgebühr oder Kaufpreis heißt, ist für mich eigentlich zweitrangig. Hauptsache ist, dass der Hund in irgendeiner Form davor geschützt wird, als Wanderpokal von einem Besitzer zum nächsten zu ziehen.
Aber ist er das denn wirklich? Wenn ich mir anschaue, wie viele Hunde wieder ins Tierheim zurückgehen, wie viele Hunde in der xten Hand sind, irgendwie halte ich das Mittel "Schutzgebühr" für nicht besonders wirksam.
Und effektiv kann man sich trotzdem, wenn man ein entsprechendes Umfeld bieten kann, einen Hund kaufen wie einen Fernseher.
Nicht falsch verstehen, die THs sollen durchaus Geld nehmen, aber wenn der neue Besitzer wirklich "keinen Bock" mehr auf den Hund hat, oder wirklich überfordert ist, oder Scheidung, oder Umzug, oder oder oder, dann halten ihn die mal gezahlten 250 Euro auch nicht davon ab, den Hund wieder abzugeben. Genausowenig, wie es einen Menschen davon abhält, den Hund an die Heizung zu binden oder auf dem Balkon zu halten, wenn der Mensch so drauf ist.
Die ganzen Geschichten die rumgeistern von Züchtern, die ihre "wertvollen" Hunde halb verhungern lassen (aktuell ein Podencozüchter in D) und anderen Haltern, die schlecht mit ihren Tieren umgehen, lassen mich jedenfalls zweifeln, ob gezahltes Geld Leute von sowas abhalten kann.
Es kommt doch auf den Menschen an, dem ich den Hund anvertraue.

Außerdem finde ich die Aussage "nur was kostet, ist was wert" unfair den Leuten gegenüber, die Tieren an sich einen Wert beimessen, nicht erst nachdem sie was dafür bezahlt haben...
Bei mir hätte es jedenfalls der kostenlose Mix aus der Mülltonne (erst vor kurzem wurde hier in der Umgebung tatsächlich ein Staff-Welpe im Keller eines Hauses im Müll gefunden) nicht schlechter als ein 2500 Euro teurer Rassehund "von und zu".

Ich bin dafür, dass ein Hund etwas kostet, nur glaube ich einfach nicht, dass man damit Leid und Elend verhindert.
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  #10 (permalink)  
Alt 12.05.2011, 12:19
Benutzerbild von luckysarah
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Zitat:
Zitat von miss.noah Beitrag anzeigen
Aber ist er das denn wirklich? Wenn ich mir anschaue, wie viele Hunde wieder ins Tierheim zurückgehen, wie viele Hunde in der xten Hand sind, irgendwie halte ich das Mittel "Schutzgebühr" für nicht besonders wirksam.
Die Schutzgebühr soll bewirken, dass eine Entscheidung nicht spontan und aus einer Laune heraus getroffen wird. Sie schützt den Hund am Ende nicht davor, weitergegeben zu werden, das ist richtig. Aber ich wage die Behauptung, dass noch viel mehr Hunde im Tierheim landen würden oder ihre Besitzer zum zweiten, dritten, vierten Mal wechseln würden, wenn sie ohne einen Gegenwert zu haben wären.

Dass es zum Schutze des Hundes viel mehr braucht, als nur eine Schutzgebühr oder einen Kaufpreis, ist klar. Da würde ich zum Beispiel das Stichwort Hundeführerschein einwerfen. Aber das führt zu weit ...
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