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  #1 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 15:36
Benutzerbild von miss.noah
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.05.2010
Ort: Bremen
Beiträge: 943
Standard Wie wollt ihr euren Hund?

Nach einem Wochenende mit Gasthund und dementsprechend auch einigen Gesprächen über die Felltiere, würde mich mal interessieren, was ihr für einen Hund haben wollt.
Ganz allgemein gesprochen, mir geht es nicht um Rasse oder Fellänge, sondern wie soll der Hund sein? Aktiv oder Couchpotato? Lieber eher zurückhaltend oder mit "mir gehört die Welt"-Mentalität? "Will to please" oder Eigenbrötler?

In meiner Familie sind Hunde keine jahrzehntelange Selbstverständlichkeit, und nur wir und 2 meiner Tanten/Onkel haben/hatten Hunde.

Beide wollten eher einen "keinen-Streß"-Hund, lieb und unproblematisch, keine großen Ansprüche, mittlere Aktivität, eher mit Tendenz zu gemütlich als in Richtung Granate. Haben sie auch bekommen
Für mich Hunde, mit denen ich, als selbst immer noch eher Hundeanfänger, nichts anfangen könnte.

Ich könnte ne Krise kriegen, wenn ich den Hund zu irgend einer Art von Aktivität erst "motivieren" müsste. Mein Hund muss aufdrehen können, Action wollen und am besten aus dem Schlaf zu einer Stunde Radfahren Lust haben.
Ebenso hab ich lieber einen Hund an der Leine, den man eher runterfahren muss, der sich für alles interessiert und lieber "erstmal drauf" als "uiuiui, Hilfe!" bei neuen Sachen denkt.
Mit ängstlichen Hunden wäre ich total überfordert glaub ich...

Und solange er sich für irgendwas begeistern kann, muss er auch kein braves Schaf sein, "Will to please" haben oder sonstwie "unkompliziert" sein, wie man es im Allgemeinen interpretiert.

Wir haben als Hundeanfänger genau so einen Hund gehabt, und ich bin natürlich auf sowas "sozialisiert".
Da ich eben fast nur Leute kenne, die Noah ziemlich lange ziemlich anstrengend und furchtbar fanden, würde mich interessieren, mit welcher Art Hund ihr euer Leben teilt und in Zukunft teilen wollt
(bei einigen habe ich einen Eindruck, aber vielleicht ist das ja gar nicht der Hund, den ihr "eigentlich" wollt... )


PS: Meine Kriterien bergen natürlich die Gefahr, dass ich mit dem Hund am Anfang trotzdem ziemlich doof dastehen würde, aber es ist ja auch nur ein Gedankenspiel

PPS: Sorry für den langen Text, mir geht das nur grad so im Kopf rum...
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Alt 25.04.2011, 18:26
Benutzerbild von Doggystyle
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Registriert seit: 24.06.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 4.821
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Mein Idealhund ist so wie Lilli:

Zu Hause ganz ruhig, pennt und schmust die meiste Zeit..
..lässt sich aber mit einem leisen "Lilli!" direkt schwungvoll auf die Pfoten befördern und ist dann für jeden Spaß zu haben!

Wenn ich mich dann wieder anderen Dingen widme, verzieht sie sich ins Körbchen..

Als ich meine Weisheitszähne rausbekommen habe, war sie drei Tage lang nicht richtig spazieren.. Sie war der liebste Hund der Welt!

Dann bin ich wieder mit ihr raus und sie hat die ganze aufgestaute Energie auf einmal rausgelassen.. Mann, da ging was! (Hat einen ganzen Strohhaufen im Feld auseinander genommen..)
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  #3 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 18:56
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Registriert seit: 05.09.2010
Beiträge: 60
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Ich wünsche mir einen Hund,

- der nicht sportlicher ist als ich
- der bei Regenwetter keine 2 Stunden raus will
- der entspannt alleine bleiben kann
- der Nichts und Niemanden hüten will
- der mit mir gerne "Schweigespaziergänge" macht
- der keine langen "Erziehungseinheiten" braucht
- mit dem ich keine Hundeschule besuchen muss
- dem 2 stramme Stunden laufen am Tag genügen
- der zufrieden ist, wenn er bei mir ist!

Ganz bewusst haben wir uns für den Mops entschieden und sind glücklich damit!
Ich wäre definitiv (zumindest im Moment) mit fordernden Rassen absolut überfordert und könnte ihnen nicht gerecht werden.
Wir engagieren uns sehr für unsere Hunde und stimmen den kompletten Alltag auf sie ab.
Und dieses Leben könnte ich einem Hütehund o.ä. sicherlich nicht bieten.
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  #4 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 20:31
Benutzerbild von saluki87w
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.11.2009
Beiträge: 572
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ich mag auch lieber die selbstbewussten hunde...meinetwegen dürfen sie auch mal andere nicht so toll finden und denen eigentlich gern eine kleben...damti kann ich ganz gut umgehen (inzwischen)

ich hatte einen solchen hund, selbstbewusst, mochte andere hunde mal ja, mal nein...konnte man nie vorher sagen...war aber dennoch gefühlvoll und vor allem liebevoll (vor allem zu unseren kleinen Peppelkatzen)
was leider andere menschen nicht erkannten, sie liessen sich von ihrer größe und dem schwarzen fell blenden.

nun habe ich einen hund, der sehr sensibel ist, gleichzeitig auch recht stur sein kann.
sie ist eher unsicher und das raubt mir manchmal meine nerven.
trotzdem ist sie so lieb und manchmal auch ein wenig frech...ihr äußeres zieht andere menschen fast magisch an...

eigentlich hab ich jetzt einen hund, den ich nicht haben möchte, aber doch möchte ich sie haben...
ziehmlich wirr, aber ich liebe sie wie sie ist, auch wenn sie nicht meinem traumhundetyp entspricht...sowohl optisch als auch charakterlich...
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  #5 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 22:10
Benutzerbild von nimm2
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Registriert seit: 26.01.2010
Ort: Bodensee, Schweiz
Beiträge: 2.719
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Ursprünglich wollten wir auch den pflegeleichten Hund, der zur Familie passt...

Diesbezüglich haben wir uns in der Wahl einer Dackelin und eines Jagdterriers gründlich vertan: Wir haben den Eigensinn im Doppelpack im Haus! Und der bringt mich manchmal durchaus an meine Grenzen...

Aber:
In letzter Zeit nahm ich mehrmals den Hund meiner kranken Freundin mit auf unsere Spaziergänge, eine freundliche Labbi-Mix-Hündin. Sie ist - auch unterwegs - sehr menschbezogen, transportiert und apportiert unermüdlich ihren Frisbee, und sie läuft gerne bei Fuss, alles wunderbar. Und doch war ich nach einiger Zeit ein wenig gelangweilt... Ihr fehlt einfach der "Pfupf", also das Pfiffig-Spontane, das ich an meinen Rackern so mag...

Ich mag offenbar eigensinnige Hunde

Auch wenn ich mich oft hier und anderswo beklage, so gestehe ich gerne, dass ich keine anderen Hunde möchte. Sie sind aufmerksam und kuscheln gerne, dennoch sind sie eigenwillig und unabhängig.
Und so bin ich sogar ein wenig stolz , dass sie mich als Chefin akzeptieren und sich von mir was sagen lassen
__________________
Herzlichst, Susann
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  #6 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 22:14
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.011
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Ich mag die Herausforderung, gern jeden Tag auf's Neue, deshalb ein Urtyp Hund, der macht es einem nicht zu einfach- ich habe den richtigen Hund an meiner Seite!
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

http://co-bold.jimdo.com

http://kepri.jimdo.com/
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  #7 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 22:22
Benutzerbild von tutnix
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Registriert seit: 21.09.2010
Ort: Innerschweiz
Beiträge: 1.067
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Eigentlich habe ich fast den perfekten Hund.
Wir können überall hin, mit Beagle ist man immer herzlich willkommen.
Wir haben keine Probleme mit Artgenossen und unsere Unternehmungen unterwegs sind meistens sehr entspannend.
Abends wird immer ausgiebig gekuschelt und dann ist der Bischel soooo herzig, ich könnt ihn fressen

Mein nächster Hund sollte nicht mehr so einen starken Jagdtrieb haben und ein bisschen von dem "will to please" sollte auch in ihm stecken. Aber nur ein bisschen, zu arg mag ich es nicht.
__________________
Gaby, CH-Krause

Versuche dein Hund zu verstehen, er wird es dir mit bedingungsloser Freundschaft danken
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  #8 (permalink)  
Alt 25.04.2011, 22:37
Benutzerbild von mausilla
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Registriert seit: 12.04.2009
Ort: fast schon in Polen
Beiträge: 1.696
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Was für einen Hund wollte ich?

Nervenstark und gelassen, durchaus mit eigenem Kopf, menschenfreundlich (das ist mir sehr wichtig), Schutztrieb wenns wirklich nötig ist. Freundlich und aufgeschlossen, zu Aktivitäten bereit, aber kein Arbeits- oder Sportjunkie.
Jagdtrieb sollte weniger ausgeprägt sein. Hüteeigenschaften brauch ich garnicht.
Und auf Meldefreudigkeit lege ich auch wenig Wert.

Einfach einer, der sich einpaßt, auch mal einfach mitläuft, wenn mal weniger Zeit ist.

Mit meinen Staffs habe ich genau das (zumindest seit sie erwachsen sind)

Das sie es bei Regen und Kälte vorziehen, die Ausgänge eher kurz zu halten, war zwar kein erwartetes Verhalten, aber durchaus angenehm.

Mit teilweiser Artgenossenunverträglichkeit kann ich leben.
Der vorhandene Jagdtrieb war zwar etwas stärker als erwartet, hält sich aber noch in Grenzen.

Cora entspricht nicht so ganz diesen Vorstellungen, aber wir lieben sie trotzdem. Sie wäre aber nicht der Typ Hund, den ich gezielt aussuchen würde. Dazu hat sie zuviel vom SH mitbekommen.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #9 (permalink)  
Alt 26.04.2011, 08:35
Benutzerbild von corazon
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Registriert seit: 07.04.2011
Ort: Südhessen
Beiträge: 66
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Inka ist für mich der perfekte Hund. Im Haus total verpennt, draußen war sie recht agil. Sie mag keinen Regen, wenn ich mal krank war, kommt sie auch mal ein paar Tage mit nur 3 * 5min Spaziergang aus.
Sie ist sehr an Menschen orientiert, interessiert sich nicht sooo sehr für Artgenossen, hat ordentlich natürlichen Schutztrieb, der aber ganz gut gesteuert werden kann. Und sie hat null Jagdtrieb und einen sehr guten Gehorsam und war superleicht zu erziehen
Aufgrund ihres Altes von 14 Jahren fallen einige Eigenschaften jetzt natürlich flach.

Corazón hat zwar auch keinen Jagdtrieb und ist im Haus verpennt, hat aber keine der anderen Eigenschaften von Inka
Sie verträgt sich nicht mit Artgenossen, überdreht draußen total, ich bin ihr draußen oft völlig schnuppe, Schutztrieb hat sie noch nie gehört, insgesamt ziemlich arbeitsintensiv und beratungsresistent
__________________
Stefanie mit Inka und "Bello impossibile" Corazón

CoraInka
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  #10 (permalink)  
Alt 26.04.2011, 09:17
Benutzerbild von Susi53
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.10.2009
Ort: Hannover
Beiträge: 1.093
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Ich habe jetzt den für mich perfekten Hund. Er hat mich in seiner Jugend manches Mal an meine Grenzen gebracht durch seine Jagdleidenschaft und sein "albernes" Verhalten und eigentlich bin ich froh, dass jetzt alles in (fast) geordneten Bahnen läuft. Zuhause ist Ruhe und Schlafen angesagt und draussen brauche ich nicht mehr angespannt die Umgebung zu scannen, ob etwas jagdbares unseren Weg kreuzt. Er will aber natürlich auch beschäftigt werden und das machen wir auch- aus jedem Hundesport ein bisschen und das macht uns beiden Spass- besonders Dummyarbeit, die mein Hund erst jetzt so richtig für sich entdeckt hat.
LG Ingrid
__________________
www.hilfe-fuer-hundehalter.de
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