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Erstmal ein Hallo in die Runde
Ich bin/war selber (noch) kein Hundebesitzer aber so wie es aussieht könnte sich das ganze bald ändern, daher hätte ich gerne ein paar Meinungen von erfahrenen Hundefreunden, ob das wirklich eine gute Idee ist. Die Siuation: Mein Freund lebt in Spanien und hat 3 Hunde (alle eher kleine Körpergröße). Der Älteste ist ca 7 Jahre, die Mittlere ca 3 1/2 und die Kleinste ist das Produkt der beiden und ist knapp 2. Eigentlich führen sie ein paradiesisches Leben: Mein Freund hat einen riesigen Garten in dem die 3 fast ungehindert rumtollen dürfen und er liebt alle 3 wirklich sehr und sie ihn wohl auch Das Problem: Die Kleine, ich nenne sie jetzt ab hier Peppels einfachheitshalber, verfügt nicht wirklich über das Selbstbewusstsein sich gegen die anderen beiden durchzusetzen, was kein Problem darstellt wenn mein Freund oder ich dabei sind, ein kleines Wort reicht und sie lassen ihr ihr Fressen /Leckerli / Platz etc. Aber sie ist sehr ähngstlich wenn z.B. Fremde Menschen zu Besuch sind oder bei unbekannten Geräuschen / Umgebung. Nun ist es so dass mein Freund bei diversen Ausflügen auf seinem 2. Grundstück (die Hunde dürfen da rumfetzen, während er dort arbeitet; nicht eingezäunt, sehr weitläufig) die Befürchtung bekommen hat, dass die 2 Großen Peppels zurücklassen wollen. So hat er sie z.B. gestern abermals nach langer Suche wimmernd im Feld rumirrend gefunden, obwohl die 3 gemeinsam unterwegs waren und die 2 Großen auch gemeinsam zurück gekommen sind. Normalerweise kennt Peppels den Weg zurück und kommt auch regelmäßig zu meinem Freund zurück. Er hatte das starke Gefühl, sie hatte Angst zu ihm zurück zu gekommen bzw. wusste nicht wohin. So. Mir und ihm tut das im Herzen weh, weil wir wirklich Angst haben, dass die beiden Anderen sie loswerden wollen, zumal man eben nicht kontrollieren kann, was abgeht, wenn die 3 mal alleine sind (Verletzungen hatte sie aber noch nie!). Eifersüchtige Züge haben sie alle 3 wenns darum geht Aufmerksamkeit zu bekommen. Nun haben wir beschlossen das Ganze etwas zu beobachten und Notfalls haben wir die Idee (und jetzt kommt ihr ins Spiel), dass ich Peppels zu mir nehme, was aber natürlich eine große Umstellung wäre. Das Pro: Ich bin Studentin, sie wäre also nicht jeden Tag 8h lang alleine. Ich habe einen kleinen Garten in recht ruhiger Lage und in meiner WG ein recht großes Zimmer und mein Vermieter und Mitbewohner hätte nichts dagegen Sollte ich doch mal ein paar Tage nicht da sein, so habe ich eine Oma, die sehr hundeerfahren ist und sich bestimmt liebend gerne um die Kleine kümmert. Sie kennt mich und hört auch auf mich. Das finanzielle wäre in der Situation nebensächlich und mein Freund würde sie trotzdem noch regelmäßig sehen. Zudem würden wir hoffen, dass sie, wenn sie eine Bezugsperson nur für sich alleine hat, etwas "aufblüht" bzgl. Selbstbewusstsein, Angst etc. Das Contra: Die Trennung von ihrem Herrchen natürlich. Wenn ich sie mal ein paar Stunden alleine daheim lassen muss, muss ich sie im Haus lassen, weil der Garten nicht komplett eingezäunt ist. So. Ich weiß der Text war ewig lang, aber ich glaube, das war nötig, damit ihr die Sitaution versteht. Wie gesagt, wir wissen nicht, ob die anderen beiden sie wirklich loswerden wollen oder ob das nur ein dummer Zufall ist, aber mein Freund war gestern fast am verzweifeln und er hat wirklich Angst um Peppels und möchte nicht, dass sie leidet. Daher ist die Frage: was ist die bessere Lösung für sie? Um Hilfe wären wirklich sehr dankbar. Denkt ihr der "Besitzerwechsel" wäre eine schlechte Idee? Von meiner Seite aus wäre es eine große Umstellung, ich weiß, dass ich mir da eine große Verantwortung aufhalse, aber auch ich könnte es nicht ertragen, wenn es ihr schlecht geht, lieber stecke ich ein bissl in meinen Freiheiten zurück. Aber wie gesagt: Es geht uns um das Wohl von Peppels! Um Hilfe bzw. Meinungen darüber wäre ich und auch mein Freund sehr dankbar. LG Neph |
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Vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort.
Genau wegen den Umstellungen die auf sie zukommen würden, mache ich mir eben Gedanken, es bringt ja nichts sie von einem Problem ins Nächste zu schieben. Ob sie eben wirklich ständig untergebuttert wird, werden wir jetzt beobachten, aber es ist schon auffällig, dass sie eben meist den Kürzeren zieht. So wird sie zum Beispiel auch von der Mittleren ab und an leise angeknurrt (zumindest wenn sie sich unbeobachtet fühlt), wenn sie sich mal an mich oder meinen Freund rankuscheln möchte oder sie wird von den anderen beiden weg gedrängt wenn man gerade mit ihr spielt oder krault. Nicht, dass es falsch verstanden wird: wir schenken jedem gleich viel Aufmerksamkeit. Was das allein sein betrifft: Sie wäre in meiner jetzigen Situation max. ca 4h durchgehend alleine (zum Glück habe ich ja auch hundefreundliche Mitbewohner), und da wissen wir, dass es keine Probleme gibt. Zumindest stellt sie in dieser Zeit nicht das ganze Haus auf dem Kopf. Nach dem Studium könnte das natürlich komplizierter werden, aber wenn meine Pläne aufgehen könnte ich viel von zu Hause arbeiten, aber man weiß ja, wie es mit Zukunftsplänen so sein kann... Was das Leben in einer Wohnung betrifft ist sie glaube ich recht genügsam, da sie eigentlich kein wirklich abenteuerlustiges Persönchen ist, ganz im Gegenteil. Ich trau mich sogar wetten, dass sie selbst auf seinem Grundstück in unserer Sichtweite bleiben würde, wenn die anderen beiden nicht direkt losdüsen würden. Und auch in seinem Haus begnügt sie sich mit dem Wohn- und Arbeitszimmer (in die anderen Räume dürfen die Hunde nicht rein) und ist auch nur schwer dazu zu bewegen draußen rumzutollen, wenn wir im Haus sind. Im Grunde ist sie also meist da, wo wir auch sind - sitzen wir in der Sonne legt sie sich dazu und flitzt höchstens mal ab, wenn sich einer dem Hoftor nähert. Generell denke ich könnte sie in Spanien das "schönere" Hundeleben haben, aber was bringt die perfekte Umgebung, wenn sie unter dem Verhalten der anderen beiden Ängste entwickelt und womöglich irgendwann wirklich nicht mehr nach Hause findet bzw. Angst hat nach Hause zu kommen Geändert von Nephala (23.04.2011 um 14:36 Uhr). |
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was mir jetzt grad beim lesen des ganzen im kopf rumspukt....ihr seid doch ein Paar?
also werdet ihr euch doch immer wieder sehen, somit auch die hunde sich unter einander...und somit müssen sich die hunde letztendlich doch mit einander auseinander setzen... zumal, wenn ihr ein Paar seid, wollt ihr nicht irgendwann zusammenleben? dann wäre Pepples wieder bei den anderen beiden...also wäre die Situation immer wieder da... das ganze beobachten, um ein überlegte entscheidung zu treffen ist sehr gut! aber, ich an eurer stelle würde nicht nur beobachten...sondern 1. die hunde eben nicht mehr unbeaufsichtigt allein lassen, zum mindest nicht alle drei... und 2. bei eventuellen mobbingaktionen eingreifen... und schliesslich 3. sehr viel mehr kontrollierend einwirken...regeln vorgeben...den hunden eindeutige positionen zuweisen...sowohl beim fressen, beim spaziergang... ich würde an eurer stelle den hunden ganz deutlich sagen, wer sich wo aufzuhalten hat... so würde ich es machen...überlegt selbst, ob es für euch passt
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http://gezeichneteerinnerung.magix.net/public/ |
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Zitat:
Aber vielen Dank für die Tips, gut möglich dass wir wirklich noch mehr kontrollieren bzw. eingreifen müssen, zumal mein "Eindringen" in diese feste Gruppe ja eventuell auch einiges über den Haufen geworfen hat. |
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Hallo,
ich habe gerade gelesen was Du geschrieben hast und kann mir gut vorstellen in welcher Zwickmühle Du steckst. Wie auch schon von Anderen geschrieben wurde..., es ist wirklich schwierig etwas zu eurer Situation zu sagen. Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten. Vor vielen Jahren habe ich einen Hund aus Spanien mitgebacht, der sich im Urlaub mit meiner Hündin angefreundet hatte. Er hat sich trotz seines völlig freien Leben (am Strand) sehr gut in der Großstadt eingefunden, denn für ihn war der Kontakt zu anderen Hunden wichtig und es lebten zu der Zeit noch 4 weitere Hunde in meinem Haus . Die Integration war völlig problemlos. Ohne die anderen Hunde hätte er aber (aus meiner Beobachtung heraus) nicht wirklich glücklich werden können, denn andere Hunde waren für ihn wichtiger als Menschen (obwohl er sehr menschenfreundlich war). Jahre später kam ein Hund aus dem Tierheim zu uns. Dem wiederrum war die Beziehung zu Menschen sehr wichtig. Er hat sich ebenfalls problemlos mit den anderen Hunden verstanden, aber die Beziehung zu Menschen war intensiver. Mein jetziger Hund kommt aus Ungarn, er möchte keinen Kontakt zu anderen Hunden, auch wenn ich es schwer begreifen kann. Er ist glücklich wenn ich da bin (und der Rest der Familie) inclusive seiner zwei Katzenfreunde. Er würde sich sicherlich auch an einen anderen Hund gewöhnen, aber um sich wohl zu fühlen scheint ein anderer Hund bedeutungslos zu sein. Wenn Deine Hündin möglicherweise von den anderen beiden Hunden gemobbt wird und sie sowieso eher eine unsicherer Hündin ist, dann kann es sein, das die Situation die Du schilderst, ziemlich stressig für sie ist. Einfach nur aus meinem Gefühl heraus, beim Lesen Deiner Geschichte, würde ich denken das es gut wäre die Hunde zu trennen. Das zu beurteilen hängt meiner Meinung nach sehr von Deiner Hündin ab. Wenn sie sehr menschenbezogen ist wird sie sich eventuell ganz schnell einleben und sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Es kann aber auch durchaus passieren (so wie bei meinem jetzigen Hund) das die Hündin sich nicht an ihr neues Leben in Deutschland gewöhnen kann und jeder Spaziergang für sie Streß bedeutet würde, einfach weil sie vieles nicht kennengelernt hat. Ich habe das allerdings erst bei einem meiner Hunde erlebt (meinem jetzigem). Alle anderen Hunde hatten nur anfänglich Probleme mit verschiedene Dingen (wie Treppen, Autos, viele Menschen etc) und konnten vorsichtig an ihre neue Umgebung gewöhnt werden. Gibt es eventuell noch die Möglichkeit sie bei Freunden in Spanien unterzubringen? Wenn nicht, werdet ihr selbst entscheiden müssen. Letzendlich bleibt das Risiko für Hunde aus dem Ausland, das es den einen oder anderen Hund gibt, der trotz aller Bemühungen nicht mit seiner neuen Umgebung zurecht kommt und auch nicht mit fremden Menschen, die Du für die Betreuung Deines Hundes im Alltag benötigen wirst. Du wirst das aber, zusammen mit Deinem Freund einschätzen können, denn ihr kennt euren Hund am Besten. Bitte berichte weiter! Geändert von gretacaro (23.04.2011 um 23:37 Uhr). |
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Hallo Nephala,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob du dir vorstellen kannst, wie viel Arbeit dir Peppels machen könnte. Womöglich kann sie erst einmal bei dir gar nicht alleine zu Hause sein. Da sie es nur gewohnt ist mit anderen Hunden alleine zu bleiben oder sonst eben doch die Möglichkeit hatte raus zu gehen etc. Da ist dann die Frage, wie lange du dir frei nehmen könntest, um es mit ihr zu üben oder, ob du die Möglichkeit hättest sie in eine Stundenbetreuung zu geben etc. Ich glaube auch, dass es besser sein könnte die beiden anderen erst einmal zu beobachten und dann noch klarere Regeln auszustellen etc. Bsp.: Die anderen haben bei dir nichts zu suchen, wenn du Peppels streichelst und du die anderen Beiden nicht aufgefordert hast dazu zu kommen. Ich hoffe für euch und den Hund, dass ihr die richtige Entscheidung trefft. |
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