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  #1 (permalink)  
Alt 31.03.2011, 14:10
Benutzerbild von sie.she.elle
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Standard Erfahrungen mit "2. Hand Hunden"

Mich würde mal interssieren, wie eure Erfahrungen mit Hunde aus dem TH, Übernahme von anderen Besitzern sind. Vorrangig hier, ob alle Probleme und negativen Eigenarten des Hundes behoben werden konnten oder ob manche Dinge einfach zu tief verankert sind?
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"Ein Hund ist treu bis zum letzten Schlag seines Herzen!"

"Keine Beleidigung würde mich mich so hart treffen wie ein mißtrauischer Blick von einem meiner Hunde"
James Gardner
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Alt 31.03.2011, 14:41
Benutzerbild von Hundenase
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Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 465
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Interessante Frage .
Jedenfalls weiss ich aus eigenen Erfahrungen in meinem näheren Umfeld , dass viele Hunde , egal ob Tierschutz oder auch Privatabgabe keine Anfängerhunde sind. Das Problem fängt schon beim verschweigen wichtiger Details an, z.b. warum der Hund wirklich abgegeben werden soll , mit welchen Problemen man wirklich überfordert war . Beliebte Abgabegründe sind dann Allergie ,Trennung , Wohnungs oder Jobwechsel .

An die armen Hunde wird dabei leider nicht gedacht .
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Am Anfang schuf Gott den Menschen.Doch als er sah, wie schwach er war , gab er ihm den Hund.
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Alt 31.03.2011, 16:15
Benutzerbild von Ibntulum
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Ich weiß gar nicht ob man das so pauschal beantworten kann. Es kommt, denke ich darauf an wie heftig die Erlebnisse der Hunde waren in "Ihrem alten Leben" und was für ein Typ Hund das ist. Manche stecken Dinge besser weg und andere Hunde schieben nur noch Panik. Je länger ein Hund im Tierheim ist umso mehr finden die Angestellten und die Gassigänger ihre "Macken" heraus, genauso ist es mit den Pflegestellen, da die Hunde dort viel mehr im Alltag mitleben kann man dort denke ich viel mehr über einen Hund erfahren. Hund und Herrchen bzw. Frauchen müssen auf einer Wellenlänge sein und an sollte generell dazu bereit sein aufkommende Probleme zu "bearbeiten". Denke diese Probleme kommen aber genauso bei den Hunden vom Züchter. Irgendeine Situation läuft immer mal schief. Meiner Meinung nach sollte man drauf achten, was für Rassen in einem Hund drin stecken könnten, dann kann sich auch schon mal ein ungefähres Bild davon machen was es für Probleme geben könnte.
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  #4 (permalink)  
Alt 31.03.2011, 16:35
Benutzerbild von kepri
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Also ich sehs mal ganz pragmatisch:

Arbeit habe ich mit einem Welpen vom Züchter UND mit einem adulten Second Hand Hund.

Wir sind nicht so die Knopfaugensüssfetischisten und sehen gern was wir bekommen, daher zieht hier kein Hund unter 3 Jahren ein.
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Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

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Alt 31.03.2011, 16:57
Benutzerbild von sie.she.elle
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Es war ja auch nicht die Frage, was besser ist, das kann man denke ich, überhaupt nicht pauschal beurteilen, wie oben auch schon geschrieben wurde.

Mich würde nur interessieren, ob die "Macken" größtensteils "behoben" werden konnten oder nicht.

Bei uns hieß es z.B. sie haut ab und jagt alles was sich schneller als ein Fußgänger bewegt. Herausgestellt hat sich jedoch, macht sie gar nicht, dafür Angstagressionen gegenüber Männern und forschen Personen, sowie wirklich schlimme "Angstpinkelei", Angst vor Halsband und Leine ect. Es ist besser geworden, aber ganz beheben konnten wir nichts.
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Alt 31.03.2011, 17:26
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Registriert seit: 11.07.2008
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Selbst habe ich noch keine Erfahrungen gemacht ,ich weiß aber trotzdem ,das der nächste auf jedem Fall aus dem Tierschutz kommen wird ,also ein 2.Hand Hund
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Viele Grüsse von
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Alt 31.03.2011, 19:10
Benutzerbild von frisbee
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Man muss sicher unterscheiden, was für Erlebnisse der Hund hatte.
Meiner ist z.B. aus dem TH (Madrid), hatte aber keine Vorbesitzer, weil er schon als Welpe ins TH kam (ich weiß nicht, ob er sogar dort geboren wurde) und dann 3,5 Jahre dort blieb. Das hatte den "Vorteil", dass ihn noch niemand "versaut" hatte (er hatte einfach gar keine Erziehung) und nichts schrecklich Schlimmes erlebt hatte, aber den Nachteil, dass er eben gar nichts kennengelernt hatte. Dementsprechend war er sehr ängstlich: Angst vor Geräuschen (komischerweise nicht an Sylvester), Angst vor Müllmännern, vor Hindernissen, Absperrbändern etc., auch vor vielen Hunden (insbesondere Gruppen, weil er im TH gemobbt worden war), aber nicht vor Menschen (die TH-Mitarbeiter haben ihn sicher gut behandelt).Ich würde behaupten, dass er diese Ängste komplett abgelegt hat. Manches ging schnell, manches hat lange gedauert (nach 3 Jahren ist er zum ersten Mal durch den Tunnel auf dem Hundeplatz gelaufen). Auch das Alleinbleiben mussten wir über mehrere Monate üben, heute ist es kein Problem. Alledings bleibt er nicht ohne mich bei Freunden (Ausnahme: die Hundesitterin - das wurde auch langsam geübt und er ist jeden Tag dort), schon gar nicht über Nacht (er weint dann).
Heute ist er durchaus selbstsicher, auch gegenüber anderen Hunden. In neuen Situationen ist er aufgeschlossen, aber vorsichtig, was aber durchaus "normal" für die Rasse ist.
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Liebe Grüße Uta & Filou
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Alt 31.03.2011, 20:43
Benutzerbild von Labbifreundin
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Bis auf Kara haben wir immer nur "gebrauchte" Hunde. Ich würde niemals mehr einen Welpen aus guter Zucht kaufen, sondern immer und ausschließlich einen solchen "gebrauchten" Hund nehmen.

Will ich, dass er alle "Macken" ablegt. NEIN! Ausdrücklich! Ich möchte einen indivuellen Hund haben. Da nehme ich auch gern Ängste und Nöte billigend in Kauf. Vieles bekommt man raus - manches niemals. Aber diese Hunde sind nicht so glatte, divenhafte Wesen, wie es z.B. meine teure LCD-Hündin ist.

Natürlich sind "gebrauchte" Hunde selten Anfängerhunde. Manchmal aber eben doch. Aber wir nehmen bei uns ohnehin nur problematische Fälle auf, die vielleicht sonst kein Zuhause finden würden.

Es ist und bleibt eine persönliche Herausforderung, aus änglichen, psychisch gestörten, oder einfach "nur" verhaltensauffälligen Hunden wieder fühlende, denkende und selbstständige Wesen zu "machen".

Ich gehöre aber eh zu den unbelehrbaren, die da denken, mit viel Liebe und endloser Geduld schafft man alles !

Liebe Grüße
Daniela mit Kara, Abby und Nori immer in unseren Herzen
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Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen, die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren.
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  #9 (permalink)  
Alt 31.03.2011, 20:49
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.011
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Zitat:
Zitat von sie.she.elle Beitrag anzeigen
Es war ja auch nicht die Frage, was besser ist, das kann man denke ich, überhaupt nicht pauschal beurteilen, wie oben auch schon geschrieben wurde.
Mir ging es auch nicht um besser oder schlechter, mir ging es darum das du mit jedem Hund Arbeit haben wirst, ob du jetzt an "Macken" arbeitest oder deinen frischen Hund ohne Erfahrungen selbst versaust macht in meinen Augen echt keinen Unterschied.

Ich habe vor 4 jahren Kepri als Problemhund übernommen, ich wollte keinen einfachen Hund, was habe ich gelernt? Problemverhalten liegt viel im Auge des Betrachters, was uns als Problemverhalten geschildert wurde war in der Tat unser geringstes Problem, bei Kepri taten sich nämlich ganz andere Baustellen auf. Manche haben wir erfolgreich abgearbeitet, andere sind wesentlich hartnäckiger, macht aber nix, es macht ja Spass sich mit dem Hund zu beschäftigen.
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Alt 31.03.2011, 21:01
Benutzerbild von Varghona
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Beiträge: 2.764
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Mein Ben ist ein second hand Hund und er ist ein Traum.

Und ja, bei ihm konnte ich alle Macken beseitigen, zumindest das, was ich als Macke empfunden habe.

Das ist ja auch ein großer Unterschied, was wer als Macke sieht.

Er ist ja ein Schnauzer - Terrier Mischlung und er jagt und bewacht und bellt und ist ein Wirbelwind - gewesen. Mit nun 16 Jahren muss ich ihn wecken, wenn der Einbrecher käme.

Ich habe Ben mit 8 Monaten bekommen.

Seine Vorgeschichte: er lebte bei Alkoholikern und hatte wohl gute und schlechte Zeiten. Er hatte z.B. alle Impfungen und war wohl genährt, aber er hatte große Angst. Wenn jemand sich ihm näherte, dann machte er Pippi auf den Boden. Aber er war von Anfang an sehr lieb.

Irgendwann haben seine Besitzer den Tierschutz angerufen und gesagt, dass der Hund jetzt und sofort abgeholt werden müsste. Als die Tierschützer kamen, hockte der Hund inmitten von Flaschen und alle waren besoffen und sie fischten sich den Hund raus und waren ganz schnell wieder weg.

Er kam dann in eine Pflegestelle und danach zu uns.

Er hatte Angst vor Stöcken. Also Spazierstöcken. Er hatte Angst vor alten Menschen. Am schlimmsten waren alte Menschen mit Spazierstöcken oder Krücken.
Er hat alles gejagt, was bei drei nicht die Bäume hoch war.
Er ist hinter Mofas hinterhergejagt.
Er konnte überhaupt nicht an der Leine gehen.
Er hatte ein extrem nervöses Magen-Darmsystem evtl. streßbedingt?? Daran haben wir länger herumgedoktort.

Dann war dieses Pippi unter sich machen. Das war total schnell weg.
Nach kürzester Zeit war er so, wie ihn jetzt alle kennen, wenn jemand kommt, der freut sich ohne Ende und findet alle Besucher fantastisch.

Andere Sachen haben länger gedauert.

Der Jagdtrieb ist ihm nie abhanden gekommen.
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