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  #11 (permalink)  
Alt 31.03.2011, 21:47
Benutzerbild von sie.she.elle
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Auf jeden Fall ist ein solcher Hund eine besondere Herausforderung. Zumindest nach meinen Erfahrungen würde ich nur sagen, unsere Luna aus dem TH war/ist wesentlich mehr Arbeit und kostet mehr Nerven als mein Sam vom Züchter. Obwohl der mich als Welpe auch zur Weißglut treiben konnte

Z.B. ihr extremes Jagdverhalten ist zwar schade, da sie oft an die Leine muss, aber viel schlimmer finde ich ihr Ängste, die so verstrickt sind scheinbar, dass man gar nicht Recht weiß, woher sie kommen. Hinzu kommt das mit mit ihrem einen Jahr, als sie zu uns kam schon drei Vorbesitzer hatte. Man macht da 2 Schritte vor und einen zurück. Es ist auch schade zu sehen, sie fürchtet sich und manchmal kann man ihr gar nicht richtig helfen. Aber so wie ich das lese, kann es ja nur besser werden, wenn man eure Beiträge liest. Seit einem Jahr ist sie bei uns und wir haben schon viel geschafft. Sie ist ein toller Hund und extrem lieb und anhänglich, wo ich mich manchmal frage, wie ein Hund, der scheinbar Schlimmes erlebt hat, nochmal so viel Vertrauen zu Menschen fassen kann.
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"Ein Hund ist treu bis zum letzten Schlag seines Herzen!"

"Keine Beleidigung würde mich mich so hart treffen wie ein mißtrauischer Blick von einem meiner Hunde"
James Gardner
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  #12 (permalink)  
Alt 31.03.2011, 21:57
Benutzerbild von Tierheldin87
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Also wie ich schon im anderen Thema gesagt habe, habe ich ich echt einen SUPER Hund! Rudolf kam aus Spanien und in seiner Beschreibung stand: Er wurde angeblich abgegeben, weil er auf die Terrase gepisselt hat. Die Leute haben ihn fast nur im Garten gehalten. Nun ja einen besseren Hund kann ich mir garnicht wünschen. Er war ab den ersten Tag stubenrein, er bellt nicht, ist in der Wohnung super ausgeglichen und ruhig, läuft super an der Leine, fährt sehr gerne Auto, lernt schnell und es bringt ihn nix aus der Ruhe, obs laute Musik ist oder viele Menschen ect. Natürlich hatte ich auch meine zweifel, aber wieso sollten die Vermittler mich anlügen, was das Wesen angeht...am Ende habe die doch nichts von. Natürlich habe ich drauf geachtet, dass es kein angsthund ist...aber ich glaube wenn ich mich für einen Hund entscheide, würde mich das auch nicht aufhalten. Wenn man den Willen hat bekommt man alles GEROCKT!
Als ich meinen Kater bekommen habe, konnte man ihn nichtmal anfassen. Jetzt klebt er an mir als ob ich Leberwurst am Bein hätte Er ist 11Jahre und jeden Tag zeigt er mir wie dankbar er ist. Und das ist es wert ob mit Hund oder Katz.

Hab doch nicht soviel zweifel. Macht Eure eignen Erfahrungen und wenn Ihr euch ircklich verliebt habt in einen, dann schafft man es, agnz sicher!
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  #13 (permalink)  
Alt 31.03.2011, 23:37
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Ich hatte zweimal erwachsene Hunde aus dem TH.

Beide mit völlig unbekannter Vorgeschichte. Allerdings keine Angsthunde.

Tilli, Chi-Mix, war ca. 7 Jahre. Völlig unerzogen, , kein hündisches Sozialverhalten, kläffig, ein verwöhnter "Omahund".
Erziehung hab ich hinbekommen, sie hat alle Grundkommandos gelernt, konnte auch frei laufen und benahm sich wie ein Hund sich eben benehmen sollte.
Hat die Natur kennengelernt, die war anscheinend vorher nur ein Stadthund, und fand es dann toll. Hat sogar nach Mäusen gebuddelt.
Hundekontakte wurden soweit aufgebaut, dass sie dann auch nicht mehr ständig auf den Arm wollte. Gespielt hat sie allerdings nie. Engere soziale Kontakte nur mit Lea.
Nur das Gekläffe, das war dann zwar etwas reduziert, aber nie ganz in den Griff zu bekommen.

Hero, Staff, ca. 6 Jahre. Wenig Erziehung, nur Sitz und Platz, und das auch nur bei entsprechender Lautstärke.
Gehorsam im Freilauf - Null.
Dafür extremer Raufer und Katzenhasser.
Hat wahrscheinlich ein sehr unausgeglichenes Zuhause gehabt und öfter mal eine drüber bekommen, wie an seinen Reaktionen zu merken war.
Trotzdem ein Menschen gegenüber sehr aufgeschlossener Hund. Der drin in der Wohnung immer sehr bemüht war, keinen Fehler zu machen und möglichst unauffällig zu sein.
Er hat noch viel gelernt an Kommandos. Schwierig war das rankommen beim Freilauf. Das ewig gedauert. Wenn der einmal lief, dann lief der. Ohne sich umzusehen immer gradeaus.
Bei uns hat er gelernt, dass Hunde auch schnuffeln und buddeln können. Das Wasser auch Spaß machen kann.
Und vor allem, dass wir verläßlich sind, nicht mal so und mal so.
Die eigenen Katzen liebt er inzwischen.
Fremde Rüden, das ist immer noch eine Gratwanderung. Er rauft zwar nicht mehr offensiv, hat durchaus "hündisch" gelernt. Kommt mit Hunden, die sich unterordnen oder zumindest neutral sind zurecht. Aber, er nimmt jede Herausforderung an.

Ich würde sagen, man bekommt viel hin, aber oft nicht alles.

Wobei ich bei meiner Arbeit im TH auch viele wirklich unkomplizierte Hunde ohne irgendwelche Macken gesehen habe. Denen es oft nur an etwas Erziehung und Beschäftigung mangelte.

Mein nächster Hund, der sicher irgendwann einzieht, wird wieder einer sein, der schon das mittlere Alter erreicht hat.
Allerdings ganz bestimmt kein Angsthund, denn damit habe ich ein Problem.

Das ist es, was man vor Aufnahme eines "gebrauchten" Hundes gründlich überlegen sollte.
Womit kann ich leben, wenns mit der Umerziehung nicht so klappt wie gedacht.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #14 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 00:41
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Hallo,
wir sind Pflegestelle für einige Tierschutzvereine.


Ältere Hunde sind fast immer die besten Pflegehunde. Sie fügen sich gut ein, machen keinen Streß. Wir haben große und kleine Hunde,Alter 2 Jahre bis ca. 15 Jahren. Es waren auch oft Junghunde im Rudel und die werden von den erwachsenen Hunden erzogen.

Meine Erfahrung, je größer und älter umso lieber:ö
__________________
Liebe Grüße
von Mago
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  #15 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 08:51
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Zitat:
Zitat von mausilla Beitrag anzeigen
Das ist es, was man vor Aufnahme eines "gebrauchten" Hundes gründlich überlegen sollte.
Womit kann ich leben, wenns mit der Umerziehung nicht so klappt wie gedacht.
Das ist vollkommen richtig finde ich. Nur ist es schwierig, weil die Leute die ihre Hunde abgeben, oft Murks als Grund angeben. Dann wird teilweise nicht gesagt, er ist ängstlich, weil wir ihn versaut haben und wir kommen damit nicht klar, sondern er hat geschnappt/gebissen. Dadurch haben sie dann ja quasi eine Legitimation das Tier abzugeben, denken sie. Im TH wurde uns erzählt, das soviele Hunde als vermeintliche Beißer abgegeben werden und das dann bei der Vermittlung angegeben werden muss, wodurch diese natürlich sehr schwer wird.

Unsere ist auch wirklich ein Schatz, nur als sich nach 3-4 Wochen herausstellte, dass sie alle männlichen Personen die sich ihr auf 5 Meter näherten am liebsten aufgefressen hätte, muss ich ganz ehrlich sagen, da hatten wir schon unsere Zweifel. Diese Agression konnten wir zwar eindämmen, aber wenn sie von Leuten angestarrt wird (was aufgrund ihres Ausehens: schwarz mit hellblauen Augen sehr oft vorkommt) bricht alles wieder durch, leider kann man Passanten nicht sagen, schau bitte meinen Hund nicht in die Augen...

Naja wir arbeiten dran und hoffen, dass sie ihre Ängste bald ganz verliert.
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James Gardner
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  #16 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 16:58
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Dann schaut euch doch Hunde aus Pflegestellen an. Die Hunde leben in einer Familie und haben quasi ein ganz normales Leben. Die Pflegestellen können also mehr über einen Hund sagen, als die aus dem TH, da die armen Hundis ja nur im Zwinger leben und keinen Familienanschluss haben. Und noch einen Tipp....viele TH suchen immer Händeringend Pflegestellen.
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  #17 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 18:39
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@ Tierheldin87

Pflegestellen gut und schön!
Ich muss der Ordnung halber aber darauf hinweisen, dass in vielen Vereinen auch aus den Pflegestellen gezielt Probleme verschwiegen bzw. beschönigt werden, um die Vermittlung zu beschleunigen.

Es ist natürlich nicht der Regelfall, aber es gibt Institutionen, wo das leider regelmäßig der Fall ist. Da werden dann auch schon mal Krankheiten verschweigen. Ist der Hund dann vermittelt, kanns ja egal sein.

Ich glaube, dass er einzig wahre Weg der ist, dass man selbst keinerlei Voraussetzungen an das Tier knüpft. Also frei nach dem Mott: Wie besehen, so übernommen. Das erfordert natürlich gewisse Grundvoraussetzungen, dass sehe ich ein.

Aber selbst wenn Dir jemand sagt, dass Du Dich für einen vermeintlichen "Beisser" interessierst, ist es niemals gesagt, dass dieses Tier auch ein Beisser ist.

Es liegt im Halter, in der Erziehung und der Behandlung des Tieres. Meine verstorbene Hündin galt als nicht resozialisierbar und sehr aggressiv. Was war? Nichts dergleichen! Mit viel Liebe, Geduld und Erfahrung hatte ich eine Begleithündin erster Sahne. Niemals hat sie gebissen und nur äußerst selten gedroht. Wenn sie das tat, gab es einen Grund dafür.

Wenn ich heute über alle diese Dinge nachdenke, dann überlege ich oft, obs nicht einfacher gewesen wäre, sich einen Hamster zu kaufen! Nee - Scherz!

LG
Daniela mit Kara, Abby und Nori immer in unseren Herzen
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Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen, die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren.
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  #18 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 19:43
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Ich möchte man nebenbei anmerken, es gibt, auch wenn es kaum zu glauben ist, sowas wie eine Garantie, die sowohl Züchter als auch Tierheim/Tierschutzorgas übernehmen müssen für ein Tier.

ich glaube es war bei Tieren aus dem Tierschutz die dort nicht geboren wurden 1Jahr und bei Welpen 2 Jahre, beim Züchter wohl generell 2 Jahre...

ich weiß es nicht mehr 100%, aber die Garantie als solche gibt es....

sollten sich also kurz nach der Vermittlung/Übernahme krankheiten herausstellen, kann man auf die Garantie bestehen...
(z.b. in dem das TH/der Züchter das Tier zurück nimmt oder bei der Behandlung finanziell unterstütz...)
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  #19 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 20:44
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Bitte, tut den Orgas und Pflegestellen nicht Unrecht.
In den vielen Jahren, in denen wir hier Hunde aufnahmen und weitervermittelten, erlebten wir so manche Überraschung.

Es war so, dass die Auskünfte, die wir bei Aufnahme der Hunde (meist aus dem Ausland) bekamen, sehr, sehr oft dürftig waren.
Mit diesen Hunden hatten wir aber die wenigsten Probleme.

Abgabetiere benahmen sich in den meisten Fällen hier aber ganz anders, als von den Vorbesitzern geschildet.

Auch wir täuschten uns aber manchmal in "unseren" Hunden. So hatten wir hier einen jungen, äußerst lebhaften Mix aus Spanien, der sprichwörtlich über Tisch und Bänke ging.
Für diesen Hund interessierte sich eine Familie mit drei kleineren Kindern, von denen einst schwerbehindert war. Dieses Kind konnte nur mit Hilfe sitzen und nicht sprechen.
Als diese Familie hier zu Besuch kam, tobte dieser Hund in der uns bekannten Weise herum, lief mit den zwei gesunden Kindern um die Wette und war nur wild und ungestüm.
Das dritte Kind der Familie beobachtete das Geschehen in einem Liegewagen und war sehr aufgeregt. Plötzlich kam unser wilder Mix zu diesem Kind, legte seinen Kopf auf den Schoß und leckte das Händchen. Das Kind strich ungeschickt über das Fell und von daher war dieser Hund nicht mehr vom Kind wegzubekommen.

Die beiden anderen Kinder spielten mit unseren übrigen Hunden und unser "wildester" Hund stand und lag mehr als eine Stunde bei "seinem" Kind.

Wir wagten die Vermittlung und keine Seite hat es bisher - und es sind jetzt 8 Jahre vergangen - bereut.
Unser Wildfang liegt Seite an Seite mit dem Kind. Er begleitet es zu den Therapiestunden und darf sogar mit zum Schwimmen.
Dieses hatte zur Folge, dass wir mehrere Anfragen von Eltern mit behinderten Kindern bekamen, die alle einen "solchen Therapiehund" adoptieren wollten.

Die Familie schwärmt nur über diesen Hund, der auf jedes leise Wort reagiert, ausgelassen mit den gesunden Kindern tobt und sanft - fast zärtlich - die Nähe des kranken Kindes sucht.

Dies ist nur ein Beispiel für die Wandlung, die ein Hund in einer anderen Umgebung geben kann.
Wir hatten bisher Glück, dass es immer eine Wandlung zum besseren war.
Vielleicht auch, weil wir unsere Hunde meist eher negativ schildern. Wir versuchen, alles zu erklären, was auf die neuen Hundehalter zukommen kann. Erzählen, wie der Hund sich bei uns verhält, weisen jedoch darauf hin, dass er in einer anderen Umgebung mit anderen Bezugspersonen vielleicht erst einmal anders reagiert.

Und bei jedem Hund, der uns verläßt, habe ich Herzklopfen und Zweifel, ob er sich in einer anderen Familie wohl fühlt.
Und jedem flüstere ich ins Ohr "Ruf mich an, wenn es Dir nicht gefällt. Ich komm Dich sofort holen."

Bisher haben dies von hunderten Hunden nicht einmal zehn getan.
Dies beruhigt dann etwas.

Metaxa
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  #20 (permalink)  
Alt 01.04.2011, 22:24
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metaxa das ist ja voll die rührende geschichte. Beim lesen konnte man öfters mich lächeln sehen.
Als ich mich auf Hundesuche begeben habe, hatte ich mal bei einer Pflegestelle angerufen und haben mich super aufgeklärt. Das der HUnd an einer Mittelmeerkrankheit erkrangt ist und halt wie sein verhalten so ist. Naja am ende hat die Pflegestelle ihn übernommen.Und auch als ich wegen Rudi angerufen habe, habe nicht das gefühl gehabt, dass mir was vorgegaukelt wurde. Und wurde es auch nicht...die haben doch nix von.
Bin jetzt auch seit 2 Monaten Pflegestelle für Rudolf...und ich glaube ich würde ihn auch nicht mehr hergeben wollen^^
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