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  #21 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 01:39
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Zitat:
Zitat von soley Beitrag anzeigen
Abgesehen davon, sag ich ja nicht, dass das richtig war. Allerdings - ja, dann schlag mich doch - wenn sie Kitze haben, bin ich da schon sehr hin- und hergerissen. Da sind dann mehrere Leben von betroffen.
Ich würde Dich nie schlagen mein Schatz
__________________
LG
Bernerfreundin & Co.
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Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute haben gefährliche.
Marc Aurel
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  #22 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 01:41
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Zitat:
Zitat von hundeversteher-nrw Beitrag anzeigen
Wieviel Hundehalter ich kenne oder sehe, die Ihre Hunde durchaus Jagen lassen/oft auch schicken, möchte ich hier nicht erzählen.
Da muss ich Dir ausnahmsweise mal recht geben, kenne ich auch!
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LG
Bernerfreundin & Co.
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Marc Aurel
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  #23 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 09:29
Benutzerbild von Antonius
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Guten Morgen

Ich persönlich habe (noch)nichts gegen den Berufsstand Jäger, ganz im Gegenteil. Im Laufe der letzten 10 Jahre fanden sich immer mehr von ihnen, zur Grunderziehung, mit ihren jungen Hunden bei mir ein.
Und ich musste feststellen: es gibt tatsächlich zwei Kategorien dieser Leute. Es sind einmal die, bei denen neben "ihren" Wildtieren keine andere Art von Tier Akzeptanz findet, noch nicht einmal ihre eigenen Hunde.Die sich nicht scheuen ihre Hunde mit Teletak zu erziehen, ist ja bloß ein Hund, ihr Arbeitsgerät. Die mit Verachtung und Hass, HH zur Sau machen, selbst wenn sie mit angeleinten Hunden auf ausgewiesenen Wegen den Wald betreten. Solche Ramboverschnitte gibt es in unseren Räumen zuhauf.
Und dann sind es die, die bei ihrer Liebe zum Beruf und den Wildtieren nicht vergessen, dass neben den Wildtieren auch andere Tiere, unter anderem der Hund, ihre Daseinsberechtigung haben. Die das Gespräch mit Hundehaltern sogar suchen, die völlig normal darauf hinweisen, dass von mir aus das Verlassen von Wegen vermieden werden soll öder Ähnliches. Die ganz klar im Hund, ohne ihn zu verdammen, das Tier sehen was es ist: zwar ein Raubtier aber nicht irgendein schiesswertes Etwas. Die gemeinsam mit uns HH bemüht sind um ein möglichst konfliktfreies Miteinander.

Ob das Abschießen nun berechtigt war oder nicht ist die eine Seite, damit werden sich jetzt wohl die Polizei und die Anwälte der beiden Parteien beschäftigen, das Verhalten des Jägers ist die andere Seite.
Die Besitzerin beklagt sich noch nicht einmal dass geschossen wurde. Nein sie findet das Verhalten des Jägers n a c h dem Schuss so verwerflich. Er stand ja nicht einmal zu seinem Tun. Lässt sich darüber aufklären dass ein Hund entlaufen sei und hält, obwohl er diesen Hund bereits erschossen hat, seine Klappe. Das muss man sich einmal vorstellen. Da gehört schon ne Menge Abgebrühtheit dazu. Gibt dem ganzen noch mal eins drauf, nachdem er darauf angesprochen wird, man weiss inzwischen, dass der Hund von ihm erschossen wurde,indem er sagt, der Hund sei bereits entsorgt, dabei liegt er irgendwo auf seinem Grundstück. Gibt den leuten noch nicht mal ihren Hund. Halloo?
Dann soll er gefälligst zu seinem Tun stehn, wenn er schon glaubt im Recht zu sein.
Solchen Typen hat es die gesamte Jägerschaft zu verdanken, dass ständiger Glinch zwischen HH und Jäger herrscht.

Fakt ist:
Solange du alleine mit deinem Hund unterwegs bist, und ohne Zeugen der Willkür einzelner Jäger ausgesetzt bist, wirst du immer den Kürzeren ziehn, da die Paragraphen des Landesjagdgesetzes zu den Gummiparagraphen gehören. Die je nach Situation, bei Aussage gegen Aussage immer zu Gunsten des schiessenden Jägers ausgelegt werden können und in der Regel auch werden.
Diese Aussage wurde, noch nicht einmal unter vorgehaltener Hand, nein ganz offiziell bei einem von mir organisierten Workshop "Wild, Wald,Wiese- Brut und Setzzeit" vom referierenden Obmann getätigt.
Und ich stelle immer wieder fest, er hatte recht!

Grüßle
Antonius
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  #24 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 10:21
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Um noch ein paar nähere Informationen zum Sachverhalt hinzuzufügen, ein Zeitungsartikel zum Vorfall:
Südwestpresse

Die Sache, dass der Jäger den Hund gesucht hat und dass er wohl aus nächster nähe mit Schrot erschossen wurde, sagt miener Meinung nach viel...
Hoffentlich haben die Leute einen guten Anwalt!
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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst; er sorgt lediglich dafür, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass sie Dir nichtmehr schmeckt.
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  #25 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 10:37
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Zitat:
Anmerkung: Wenn Du meine Gedanken nicht gleich verstehts, darfst auch Du immer nachfragen.
Danke, hab ich ja getan!

Zitat:
Ich bin sehr sicher, dass zumindest die Schleswig-Holsteinischen Gesetze genau das erlauben.
Mmmmmmmh.. Ich glaub halt nicht, dass es so deutlich im Gesetz steht.. "§ 304: Ein wildernder Hund darf vom zuständigen Förster erschossen werden!" Oder so..
Denke eher, dass die zuständigen Gerichte die entsprechende Rechtslage (wie auch immer die genau lautet..) eher in die eine oder andere Richtung auslegen..

Wo kann man denn sowas nachgucken? Würde mich total mal interessieren..
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  #26 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 10:50
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Oh je..

@ Soley: Guck mal was ich gefunden habe!

Zitat:
Hessisches Jagdgesetz
(HJagdG)
in der Fassung vom 5. Juni 2001
§ 32
Befugnisse von Jagdschutz- und Jagdausübungsberechtigten
(1) Die zur Ausübung des Jagdschutzes nach § 25 Abs. 1 Bundesjagdgesetz Berechtigten sind befugt,

1.Personen, die in einem Jagdbezirk unberechtigt jagen oder eine sonstige Zuwiderhandlung gegen jagdrechtliche Vorschriften begehen oder außerhalb der zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Wege zur Jagd ausgerüstet angetroffen werden, anzuhalten, ihnen gefangenes und erlegtes Wild, Abwurfstangen, Eier und Waffen, zur Jagd taugliche Geräte oder zur Jagd abgerichtete oder geeignete Tiere abzunehmen und ihre Personalien festzustellen,

2.Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung von Begleitpersonen Wild nachstellen, und Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 500 Meter, im Zeitraum vom 1. März bis 31. August in einer Entfernung von mehr als 300 Meter von der nächsten Ansiedlung jagend angetroffen werden, zu töten. Die Tötung muss unterbleiben, wenn andere Maßnahmen ausreichen, um die Gefahr abzuwehren, die von dem Hund oder der Katze ausgeht. Das Tötungsrecht gilt nicht für Hirten-, Jagd-, Blinden-, Polizei- und Rettungshunde. Hunde und Katzen, die sich in Fanggeräten gefangen haben, sind als Fundtiere zu behandeln.

(2) Jagdausübungsberechtigte können auch Jagdgästen den Abschuss von Hunden und Katzen nach Maßgabe des Abs. 1 Nr. 2 erlauben. Die Erlaubnis ist schriftlich zu erteilen; die Jagdgäste müssen sie bei der Ausübung der Jagd mit sich führen.

(3) Für einen in einem Jagdbezirk getöteten Hund oder für eine dort getötete Katze kann Schadensersatz verlangt werden, wenn die Anspruchsberechtigten nachweisen, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Tötung nicht gegeben waren.
"Das Tötungsrecht gilt nicht für Hirten-, Jagd-, Blinden-, Polizei- und Rettungshunde." Woran erkennt der Jäger, dass das ein Blindenhund ist oder ein Rettungshund, wenn der Hund dem Wild hinterher hetzt?

"Die Tötung muss unterbleiben, wenn andere Maßnahmen ausreichen, um die Gefahr abzuwehren, die von dem Hund oder der Katze ausgeht." Die Frage ist halt, ob solche "Maßnahmen" auch noch ergriffen werden oder gleich geballert?

Zum Glück jagt meine überhaupt nicht!
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  #27 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 10:54
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Und vorallem: woran erkennt der Jäger, ob er jetzt einen Jagdhund vor sich hat, oder nicht? Und wie ist 'Jagdhund' gemeint? Die Rasse? Oder die Ausbildung als Jagdhund?
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  #28 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 11:09
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Der wird ja wohl nicht so blind sein, dass er seinen Hund nicht mehr erkennt. Und andere Hunde haben in seinem Revier keinen Zutritt.
__________________
Gruß aus Hamburg
Ralf


"Auf der Suche nach dem Glück, stellte sich heraus, das Glück sieht aus wie ein Hund!"
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  #29 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 11:24
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Beiträge: 1.020
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Zitat:
Zitat von Nett-Man Beitrag anzeigen
Der wird ja wohl nicht so blind sein, dass er seinen Hund nicht mehr erkennt. Und andere Hunde haben in seinem Revier keinen Zutritt.
das würd ich allerdings manchen Jägern schon zutrauen....
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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst; er sorgt lediglich dafür, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass sie Dir nichtmehr schmeckt.
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  #30 (permalink)  
Alt 22.01.2010, 11:33
Benutzerbild von kahuna
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Ich habe einem Jäger hier aus dem Norden diese Geschichte erzählt.
Seine Haltung:
- ja, die Jäger sind sehr genervt von Hunden, die Wild hetzen und den Besitzern, die da ihre Hunde nicht im Griff haben.
- aber die meisten Jäger haben selbst Hunde und würden daher eher versuchen einen Hund einzufangen und dann den Besitzer zu verständigen. Dann versuchen ein sehr ernstes Gespräch über wildernde Hunde zu führen.

Seine weitere Meinung: das Image der Jäger ist schlecht genug, da muss man sich nicht noch mehr Probleme einfangen weil man den Familienhund der Nachbarn tötet.
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