Als ich Anfang Oktober letzten Jahres meine Tiffy einschläfern ließ war Lilli dabei.. Lilli war damals sechs Jahre alt und ist seit Welpenalter bei uns und damit an Tiffys Seite gewesen!
Lilli hatte natürlich schon in Tiffys letzten Tagen bemerkt, dass sie schwächer und kränker wurde und hat sich immer mehr von ihr ferngehalten. Auch als die TÄ kam und wir alle bei Tiffy saßen, hielt sie sich im Hintergrund. (Normalerweise wäre sie zu Tiffy und mir auf die Couch bekommen..) Sie beobachtete uns mit aufgestellten Ohren, bliebt interessiert, aber distanziert.
Als Tiffy eingeschlafen war, schnupperte sie an ihr und ging dann weg.
Wir haben Tiffy im Garten beerdigt und Lilli war dabei. Sie hat ganz interessiert in das Grab geschaut, als ich Tiffy in ihrer Decke hineingelegt hatte und blieb neben mir, bis das Grab zugeschaufelt war.
Lilli hat nie offensichtlich um Tiffy getrauert. Da gab es kein Nach-ihr-Suchen, kein unruhiges oder abwesendes Verhalten, keine Futterverweigerung, keine offensichtliche Verminderung ihrer Lebensfreude..
Lilli war ab dem Zeitpunkt mit Leib und Seele Einzelhund.. Ich kann mir vorstellen, dass das mit der Rasse zusammen hängt! Immerhin ist sie ein reiner Schoß- und Begleithund und wahrscheinlich "dafür gemacht" im Mittelpunkt zu stehen und eng mit dem Menschen zusammen zu leben..
Klar war ich froh, dass es Lilli so gut ging und sie nicht trauerte, aber trotzdem war ich irgendwie ein bisschen enttäuscht..

Ein bisschen mehr Menschlichkeit hätte ich schon von ihr erwartet!
