Liegt die Wahrnehmung des Todes eines Rudelmitglieds auch darin, an der Beinflussung des Menschen.
Zum Zeitpunkt in denen die Welpen zusammen sind, im Rudelverband, entsteht Nähe und der Ursprung des Hundes ist gut erkennbar.
Sie werden vermittelt, getrennt und leben meist einzeln mit ihren Menschen.
Sie erziehen -leider- viele Anlagen ab, weil sie sich zu wenig Wissen über das Urverhalten, Signale uvm. aneignen und auch ignorieren.
Ich stimme Dir zu, dass das Verhalten der Tierschutzhunde sich wesentlich von den
"Einzelhunden" unterscheidet. Aber auch da spielt der Charakter des Hundes eine wesentliche Rolle und auf die Rangordnung.
Nun zu meinen Erfahrungen.
Mein erster Rüde lebte 1 Jahr von Welpe an bei uns. Ein dringender TS-Fall und wir nahmen ein 1,5 Jahre alte Labradorhündin Cleo zu uns. Sie wurde fast totgeschlagen und war dem Menschen kaum zugänglich. Sofort war ein starkes Band zu meinem Rüden da, wir Menschen brauchten 2 Jahre um sie zu berühren um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie ihre Angst zu überwinden. Meine Rüde starb mit 8Jahren und Cleo konnte aufgrund der Notsituation um seinen Tod nicht dabei sein. Wochenlang ging sie mit hängendem Kopf neben mir her. Im Wald, die alten Wege, blieb sie sitzen und schaute immer in die Richtung woher wir kamen und wartete wartete wartete. In dieser Zeit veränderte sie sich und war wieder die Alte Angstmaus.
Nach 5 Monaten kam ein 6-jähriger Golden-Rüde Bruno dazu und er war leider ein Einzelgänger/Einzelhund.
Viele Kämpfe später waren sie ein Team und meine Hündin war wieder on TOP.
Cleo verstarb mit 10 Jahren, nach langer vorausgehender Krankheit, Bruno hat das nicht interessiert.
Dann kam 2 Monate später meine alte Golden Lady Lola. 11 Jahre alt aus dem TS, sie hatte wahrhaft kein gutes Leben.
Bruno fand sie blöd und ignorierte sie aus.
Aber auch Lola war nicht in der Lage einen direkten Kontakt herzustellen. Sie lebten in Eintracht nebeneinander.
2006 kam Frieda im zarten Alter von 6,5 Wochen aus dem Tierschutz zu uns.
Sie war von de Umständen ihres kurzen Lebens schon so negativ belastet, schon wieder eine kleine Angstmaus. Sie hing wahnsinnig an Lola und Lola nahm sie an.
Wie eine Mama, sanft bestimmt aber für sie da.
Lola starb mit 13 Jahren und diesmal war Frieda diejenige die wahnsinng trauerte.
Lola war einige Stunden nach ihrem Ableben bei uns, Frieda war immer wieder bei ihr.
Wir trugen sie abends aus der Wohnung raus in die Garage, die Abholung stand kurz bevor. Frieda ist tagelang immer wieder in die Garage, hat sie gesucht, geweint, es war furchtbar.
Unser Welpe Anton, Labrador-Rüde aus dem VDH/LCD, war noch zu jung um das zu begreifen oder anders, es hat ihn nicht interessiert.
Im Jahr 2008 kam Mara zu uns, 13 Jahre alt,
Tierschutzhund, sie wurde von beiden umsorgt, sie war sehr krank. 4 Monate später und sie starb, ihr Leben als Zuchthündin und die schlimmen Auswirkungen auf ihren Körper waren stärker.
Und siehe da, mein Anton war es, der es nicht verstand, warum sie tot auf der Decke lag. Immer wieder ist er hin zu ihr, stupste sie an, kratzte mit der Pfote an ihrer Seite.
Frieda machte es Angst, deutlich zu sehen.
Als Mara weg war, hatten die beiden sich, und so haben sie es gut überstanden.
Gesucht haben beide noch tagelang nach Mara.
Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, TS-Hund ist anders als Zuchthund oder gute Zucht/Einzelhund.
Eine Studie würde Klarheit bringen und die Unterschiede deutlicher machen.
Ich hoffe, es war jetzt nicht zu lang, kurze Worte liegen mir nicht so, insbesondere wenn es um die Fellnasen geht.
Geändert von dLdVermehrerhunde (15.05.2010 um 10:24 Uhr).
|