Zitat:
Zitat von Nett-Man
Leid, ist eine menschliche Dimension , Ingrid. Ein Hund der sich entschlossen hat zu sterben, nimmt auch kein Futter mehr an, wenn man es ihm aufdrängt. Lassen wir sie in Ruhe. Ich denke mir , das ist das respektvollste was man tun kann.
Der 'kleine Tod' ist immer da , wenn es den Hunden nicht gut geht. Dann ziehen sie sich auch zurück und alles was sie dann nicht gebrauchen können, sind unsere Störungen, so gut sie auch gemeint sind. Sie schöpfen Kraft in dem Zurückziehen. Und irgendwann schütteln sie sich, hüpfen full-power aus ihrem Korb und gucken dich an nach dem Motto "Ok, weiter geht's. Wo waren wir stehen geblieben?!"
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Unsere Erata hatte 2 Nierenversagen, beide hat sie überstanden, dann kam der Nierentumor, sie frass nicht mehr, dämmerte vor sich hin, sie hätte in diesem Zustand noch 2 Tage verbringen können, bevor sie sich selbst vergiftet, langsam aphatischer wird, später nichts mehr merkt, einfach nur noch auf der Seite liegt, noch immer nicht fähig zu sterben, ein lebender toter Hund, merkt nichts, ist nicht ansprechbar, Schmerzen lassen langsam nach, der Tot lässt aber noch immer auf sich warten, die Augen schon lange gebrochen, noch immer am Leben, was ist das noch für ein Tier, dass zu Lebzeiten stolz erhobenen Hauptes seinen Platz gefunden hatte? Was ist noch übrig von dem Tier ausser dem Atem?
Nicht aus Egoismus liessen wir Erata bei uns erlösen, nicht um sie schöner vor dem geistigen Auge zu erhalten, weil es keinen Ausweg mehr für Erata gab, weil sie es nicht mehr spürte, nicht mehr bei uns war aber nicht einfach sterben konnte.
Ich habe bis heute ein gutes Gefühl bei Eratas Abschied, bin sehr ruhig dabei denn dieses langsame Vergiften haben wir ihr ersparen können, Alternativen gab es nicht für sie.
Trauer ist anschliessend ein Prozess mit dem wir allein sind, mir hilft es ungemein zu wissen meiner Verantwortung bis zum Schluss gerecht geworden zu sein.