Meine Gedanken kreisen und ich muss es loswerden. Eigentlich brauche ich auch ein wenig Hilfe, denn ich bin so ohnmächtig

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Meine braune Hündin Nori hatte bei der letzten Routineuntersuchung ein verdammt schlechtes Kardio-Screen. Vorgestern hatten wir dann einen Termin bei einer Kardiologin in der Tierklinik in Ahlen/Westf..
Die Werte sprachen für eine schwere Erkrankung und leider hat sich diese Vermutung im schrecklichsten Umfang bewahrheitet.
Nori hat ein riesiges Loch in der einen Herzklappe. Dadurch fließen große Mengen Blut nicht mehr in den üblichen Kreislauf, sondern in die Herzkammer. Die Kammer ist riesig erweitert und die Außenwände des Herzens sind unnatürlich dünn. Das Herz hat eine viel zu schlechte Pumpleistung und die Arterien sind zu eng.
Nori wird daran sterben und es wird wohl auch nicht mehr lange dauern.
Die Kardiologin war erstaunt, dass sie in diesem Zustand überhaupt noch lebt. Hätte die Untersuchung mit dem Kardio-Screen nicht stattgefunden, wäre der Hund vermutlich in 3-4 Monaten tot gewesen.
Die Wasseransammlungen beschränken sich noch auf einen dezenten Rahmen im Bauchraum. Geht das Wasser in die Lunge, steht das Ende dann bevor. Man kann es nur leicht verzögern, indem man Entwässerungstabletten gibt. Aufhalten kann man aber nichts mehr.
Prognose im Moment? Vielleicht noch ein Jahr bei den Medikamenten, die Nori jetzt bekommt. Aber es kann auch ganz deutlich schneller gehen. Es gibt den Verdacht, dass das Loch im Herzen sich vergrößert und die Krankheit schnell fortschreitend ist.
Ich führe jetzt täglich ein sog. Atem-Tagebuch. Es wird mir darüber Aufschlusss geben, wann das Wasser in der Lunge ist.
Ich bin seit dem Termin in der Klinik völlig durch den Wind. Nori ist meine Herzenshündin. Sie hat ein so schweres Leben hinter sich und wir haben sie erst seit knapp drei Jahren. Sie hat so viel gelernt und ist wunderbar und großartig.
Wer von Euch kennt eine solche Situation und kann mir sagen, wie man an diesen Abschied herangeht? Meine Gedanken kreisen momentan nur um Nori. Ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen. Ich packe sie nicht in Watte, sondern sehe zu, dass sie vorerst weiterhin ein "normales" Leben führt, wie sie es gewohnt ist.
Wenn ich merke, dass sie müde ist und nur liegt, gönne ich ihr die Ruhe und verwöhne sie ein wenig. Wenn ich aber in ihre Augen schaue, dann habe ich das Gefühl, ich würde sie verraten.
Wenn Ihr das kennt, sagt mir bitte, wie Ihr solch eine Diagnose verarbeitet habt und wie man damit umgehen kann. Momentan stehe ich mit dem Gesicht zur Wand!
Danke!
Daniela