Mir stellt sich erst einmal die Frage, ob ihr wirklich schlecht wird, also auf gut deutsch: kotzt sie?
In diesem Fall kann es sein, dass sie gar nicht unbedingt Angst vorm Autofahren hat, sondern ihr einfach körperlich unwohl wird (wie bei kleinen Kindern), insbes. weil sie es nicht kennt. Die Schlingerbewegungen, das Abbiegen, Abbremsen und Wieder-Anfahren lösen Übelkeit (Speicheln, Kotzen) aus.
Bei meinem war das so, er kam aus Spanien und war nie vorher Auto gefahren. Er hatte keine Angst, aber ihm wurde halt schlecht (er saß. Kopf hing nach unten, erst Speicheln, dann Kotzen), insbesondere in der Stadt, weniger auf Autobahnen, weil die Fahrt da ja "flüssig" ist. Das führt natürlich dann dazu, dass nicht gerne Auto gefahren wird. Das Gute ist, sie lernen i.d.R. "körperlich" mit der Zeit, das auszuhalten.
Erste Maßnahmen: sie sollte nicht seitwärts aus den Fenster schauen können, dann nimmt der Körper die Bewegungen stärker wahr durchs Sehen (nach vorne und hinten raus geht besser), zur Not Seitenfenster abkleben. Möglichst kurze Fahrten, möglichst nicht abrupt Bremsen, Anfahren etc.
Ansonsten würde ich sie auch einfach kommentarlos ins Auto setzen. Lass ihr ein bißchen Zeit, sich dran zu gewöhnen. Meiner hat das getan, springt aber immer noch nicht besonders gern ins Auto...
