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Alt 15.07.2010, 21:12
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pfotenspur pfotenspur ist offline
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Puh, was ne Story!
Respekt vor deinem Mut!

Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen mit einer anderen Spezies erzählen:
Ich habe so ein Pferd bei mir aufgenommen...das griff aus Panik Männer an, ließ sich nicht berühren, fürchtete stets Schläge und geriet aus der Fassung wenn jemand die Stimme erhob. Das war wirklich schwierig.
Ich habe dann irgendwann beschlossen, daß dieses Pferd nur mit den anderen in und aus dem Stall braucht und es ansonsten ignoriert, während ich mit den anderen arbeitete. Nach einem halben Jahr kam sie von alleine und sah bei der Arbeit zu, ließ sich aber nicht anfassen. Nach einem Dreivierteljahr durfte ich sie berühren und begann, mit ihr das Aufhalftern zu üben. Eineinhalb Jahre später konnte ich sie putzen ohne das sie trat und sie reiten ohne etwas zu fordern. In all dieser ganzen Zeit ist mehr und mehr Vertrauen gewachsen. Teils durch stetiges Wiederholen allerkleinster Übingseinheiten wie schlichtes Dranvorbeigehen an Pferd. Es war ermüdend, weil unbedachtes Verhalten von mir sofortigen Rückschritt bedeutete.

Was ich sagen will ist, daß es winzige Dinge sind, die man üben kann und die oft so selbstverständlich erscheinen, das man gar nicht drauf kommt. Und das man manches durch völliges Ignorieren des Kandidaten interessant machen kann. Hände von Menschen aushalten kann eine echte Herausforderung sein und die Zeitsequenzen winzig, die man fordern darf.
Das alles dauert eventuell furchtbar lange.
Und ich glaube, die Frage ist, was man erwarten darf. Das kann natürlich nur der Tierhalter nach einiger Zeit erfassen, was da möglich sein wird.
Ich finde aber, das man auch mit einem traumatisierten Tier vorsichtig arbeiten können sollte - weil es meist die Lebensqualität des Tieres erhöht.
Ich finde es toll, daß du dir das vorgenommen hast!
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Ohne meinen Hund wäre ich wie taub und blind - er zeigt mir Dinge, die sich meiner Wahrnehmung verbergen.
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