
Hungerstreik - sehr verdächtig!
Ist Ihrem Liebling der Appetit vergangen? Dann ist ihm wahrscheinlich sprichwörtlich etwas auf den Magen geschlagen. Magen-Darm-Infektionen, Magengeschwüre oder Verstopfung nach einem üppigen Knochenmahl verursachen Bauchschmerzen. Auch bei Allgemeinerkrankungen, Schmerzen oder Fieber verlieren Vierbeiner, nicht anders als wir Zweibeiner, den Appetit.
Hunde können auch aus psychischen Gründen ihr Futter verweigern, zum Beispiel wenn sie trauern. Der Appetit wird über das Hungerzentrum im Gehirn gesteuert. Wenn dort Störungen vorliegen, wie etwa ein Hirntrauma, frisst Bello auch nicht mehr. Wenn er jedoch hungrig ist, das gierig aufgenommene Futter aber wieder ausspuckt, hat Ihr Hund wahrscheinlich Zahn- oder Schluckbeschwerden.
So helfen Sie Ihrem Hund: Versuchen Sie, die Ursache für den Hungerstreik zu erkunden. Bei psychischem Appetitverlust lassen Sie Ihrem Hund besondere Zuwendung angedeihen. Verwöhnen Sie ihn mit seinem Lieblingsfutter. Bei Schluck- oder Kaustörungen dem Hund ins Maul schauen und auf Rötungen, Schwellungen und nässende Stellen achten. Schluckprobe: Ein paar Tropfen Wasser in den Fang träufeln und schauen, ob der Hund schlucken kann. Bauch abtasten und Fieber messen: Ein schmerzender Bauch ist steinhart. Bei Übelkeit und Erbrechen: Nulldiät, 24 Stunden kein Futter.
Wann zum Tierarzt? Zahnschmerzen oder Zahnfleischentzündungen sollten immer vom Tiermediziner angeschaut werden. Bei Schluckstörungen kann ein Fremdkörper oder (selten) ein Tonsillenkarzinom dahinterstecken, das muss der Fachmann klären.