Seit 1993 besteht in den Niederlanden eine gesetzliche Regelung (RAD), die sich
über jeden kynologischen Wissenschaftsstand hinwegsetzt - dies mit grausamen
Folgen für Hund und Halter:
Alle Pitbull-Terrier und deren Kreuzungen, ebenso alle Hunde ohne FCI-Stammbaum
mit vermeintlichen Merkmalen zu dieser Rasse, werden ausnahmslos beschlagnahmt,
anonym in Lagern untergebracht und in den allermeisten Fällen getötet: Allein
2006 waren es 461 getötete Hunde! Betroffen sind auch Tiere, die allen
Regelungen in Deutschland oder Europa entsprechen.
Dies gilt auch für Hunde, die 18 von 33 Merkmalen nach dieser Regelung erfüllen,
theoretisch kann darunter auch ein Labrador-Mix fallen, der für einen nicht gut
qualifizierten Inspektor eine Gefahr darstellt. Erschreckenderweise mehren sich
deutliche Hinweise auf unvorstellbar gravierend tierschutzrelevante
Unterbringungsbedingungen der Hunde in den Lagern; ebenso Hinweise auf grausame
Mißhandlungen.
Das, was sich in den Niederlanden tut, widerspricht nicht nur jeder
Wissenschaftlichkeit, es ist in höchstem Maß inhuman und menschenverachtend.
Autoren: Dr. Barbara Wardeck-Mohr, Peter Löwisch
Empfehlungen für Notfälle: Deutsche Botschaft Den Haag: Tel. (0031)-70-342-0634
und Generalkonsulat Amsterdam zur Vermittlung von Referenzanwälten mit
Deutschkenntnissen.
Wichtig: Ohne Anwalt keine unüberlegten Unterschriften geben, z. B. zur
Übereignung des Hundes an die Niederlande. Sofort Gegengutachter beantragen!
Alle Rechtsmittel - auch über Eilanträge bei dortigen Gerichten - ausschöpfen.