Die UEFA hat die angekündigten Maßnahmen der ukrainischen Regierung bestätigt, unverzüglich das Töten herumstreunender Hunde zu beenden und zu verbieten. Zweifel bleiben.
Tierschützer protestieren in der Ukraine gegen die Hundetötungen
Folgende Erklärung veröffentlichte der europäische Fußballverband UEFA am 22.11. auf seiner Homepage:
"Nachdem die UEFA von verschiedenen Tierschutzorganisationen über die Situation streunender Hunde in der Ukraine informiert wurde, hat die UEFA wiederholt die ukrainischen Behören kontaktiert, um sie um geeignete Maßnahmen zu bitten, die die Würde der Tiere respektieren.
Nach verschiedenen Zusammentreffen zwischen der UEFA und ukrainischen Behörden gab der ukrainische Umweltminister Mykola Zlochevsky Mitte November offiziell bekannt, dass das Töten herumstreunender Hunde unverzüglich beendet wird. Die ukrainischen Behörden informierten darüber, dass Tierunterkünfte gebaut werden, und dass Tiere, die nicht in diese Unterkünfte untergebracht werden, sterilisiert und dann wieder freigelassen werden. Zusätzlich würden neue Gesetze verabschiedet, die die Bürgermeister verpflichten, die neuen Regularien durchzusetzen, um nicht zu riskieren, sich strafbar zu machen."
PETA bezweifelt Ende der Hundetötungen
Viele Tierschützer haben Zweifel, dass die versprochenen Maßnahmen umgesetzt werden und befürchten, dass das Töten der Straßenhunde im Hintergrund weiter geht. Auch die Tierschutzorganisiation PETA steht dem von der ukrainischen Regierung versprochenen Stopp der Hundetötungen skeptisch gegenüber. Laut PETA ergab eine Anfrage bei der ukrainischen Botschaft in Berlin, dass man nichts Schriftliches zu der Ankündigung des Umweltministeriums geben kann.
EM-Hauptsponsoren in der Kritik
In den vergangenen Tagen standen zunehmend auch die Hauptsponsoren der EM 2012, darunter McDonalds, Carlsberg und Adidas, unter Beschuss. Auf den Facebook-Seiten der Unternehmen häufen sich kritische Stimmen und Boykott-Aufrufe. Nach massiven Protesten von Tierschützern auf seiner Facebook-Seite sah sich EM-Sponsor Adidas zu einer Reaktion genötigt. Auf Facebook veröffentlichte das Unternehmen folgende Erklärung:
"Wir möchten uns hiermit zu den (zahlreichen) Fragen und Äußerungen auf der Originals Facebook-Seite äußern und euch unseren Standpunkt zum Thema Tierschutz in der Ukraine im Hinblick auf die UEFA EURO 2012 mitteilen: Die adidas Gruppe ist strikt gegen jegliche Form der Tierquälerei und erwartet von den ukrainischen Behörden, diesen Vorwürfen gewissenhaft nachzugehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Wir beobachten dieses Thema ganz genau und werden das auch weiterhin tun."
Da die Erklärung allerdings in ihrer Aussage sehr vage bleibt und auch keine konkreten Schritte genannt werden, sieht sich das Unternehmen weiterhin scharfer Kritik ausgesetzt.
Bleibt vorerst nur zu hoffen, dass die ukrainische Regierung ihr Versprechen, das Töten der Straßenhunde sofort zu stoppen, wirklich wahr macht.
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