In dem neuen Theaterstück "Toutou" sorgt der gleichnamige Hund für jede Menge Aufregung, als er beim abendlichen Gassigehen plötzlich verschwindet.
17.04.2010
Alex, ein erprobter Krisenberater, hat beim abendlichen Gassigehen seinen Hund Toutou verloren. Sein Lebensgefährte Jean ist verzweifelt und erbost zugleich, und so hat er jetzt eine Krise im eigenen Haus zu bewältigen.
Beide fangen nun an, nach den Gründen zu forschen, weshalb der stets folgsame und liebe Toutou auf einmal ausgebüchst sein könnte. Bisher war er doch immer hochzufrieden mit seinen Hundekroketten, seinen Knabberknochen aus Plastik und seiner Gummiquietschgiraffe. Weshalb also plötzlich diese Flucht? Und während sie nun nach Gründen suchen und ihre Beziehung zu Toutou hinterfragen, kommen sie zu ganz erstaunlichen Ergebnissen, die nicht nur ihre Beziehung zu Toutou, sondern vor allem die eigene Beziehung belasten.
In diese konfliktgeladene Atmosphäre platzt nun der langjährige Freund Pavel, um sich wegen der Beziehungskrise zu seiner Freundin Wanda bei den beiden auszuweinen. Einen ungünstigeren Moment hätte er nicht wählen können, denn was ist schon der Verlust einer Freundin gegen den Verlust eines Hundes! Aber als Nichthundebesitzer und eigentlicher Hundehasser könne Pavel das ja nicht verstehen. Entrüstet weist der diese Vorwürfe zurück und jetzt ist Krach angesagt - jeder gegen jeden, mit immer wechselnden Konstellationen.
Der entlaufene Toutou schafft es, dass urplötzlich Dinge zur Sprache kommen, die vorher unter der Decke gehalten wurden. Eine Kampftriole aus Wut und Hass zankt und zickt und aus der Krise wird ein kapitaler Krieg, der in einer Trennung und Kündigung einer langen Männerfreundschaft zu enden droht.
Willi Schlüter und Arnd Rühlmann spielen das schwule Paar, Bohdan Swiderski den Freund Pavel in einer Inszenierung von Johanna Kunze.
"Toutou" im Theater in der List
Spichernstraße 13
30161 Hannover
www.theater-in-der-list.de
Kartenreservierung unter: 0511-397 07 94