Der Tierschutzbund rät davon ab, zu Weihnachten einen Hund zu verschenken. Unüberlegt angeschaffte Haustiere enden in vielen Fällen im Tierheim. Er empfiehlt stattdessen Ratgeberliteratur zur Vorbereitung.

Hunde gehören nicht unter den Weihnachtsbaum. Stattdessen empfiehlt der Tierschutzbund Ratgeberliteratur oder Zubehör zur Vorbereitung auf die artgerechte Haltung eines Hundes.
13.11.2012
"Nur Plüschtiere gehören unter den Weihnachtsbaum" ist das klare Motto des Tierschutzbundes. Er warnt vor der unüberlegten Anschaffung eines Haustieres in der Weihnachtszeit. Die Erfahrung der Tierheime zeige, dass viele Hunde, Katzen, Kaninchen und andere Kleintiere nach den Festtagen im Tierheim abgegeben werden. Spontane Urlaubspläne, unerwartete Kosten oder die bis dahin unbekannten Anforderungen an eine artgerechte Haltung der Tiere ließen die Freude über das neue Haustier schnell verfliegen.
Der Tierschutzbund empfiehlt stattdessen eine gründliche Vorbereitung auf ein mögliches neues Familienmitglied. Bei einem Besuch im Tierheim könnten Interessierte zum Beispiel mögliche Fragen klären und die dortigen Tiere erst einmal kennen lernen.
"Die Entscheidung für ein Tier sollte nicht spontan und aus einer Laune heraus getroffen werden. Denn leider werden viele der "tierischen Überraschungsgeschenke" nach kurzer Zeit wieder in den Tierheimen abgegeben", erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Es gibt viele Punkte, die vor dem Tierkauf zu überdenken sind. Gerade in der Hektik der Vorweihnachtszeit bleibt dazu keine Zeit. Und der Trubel der Feiertage ist ohnehin nicht der geeignete Zeitpunkt, ein Tier in aller Ruhe an seine neue Umgebung zu gewöhnen".
Der Tierschutzbund rät dazu, sich vor dem Kauf eines Hundes gründlich über dessen Verhaltensweisen und Bedürfnisse sowie die speziellen Anforderungen an eine artgerechte Haltung zu informieren. Er empfiehlt außerdem den Gang ins Tierheim: Nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Vögel, Kaninchen sowie Kleinnager wie Meerschweinchen, Ratten, Mäuse warten dort auf ein neues Zuhause. Die Tierheimmitarbeiter stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Wer zu Weihnachten trotzdem etwas "Tierisches" verschenken möchte, sollte auf gute Ratgeberlektüre zur artgerechten Tierhaltung oder auf geeignetes Heimtierzubehör zurückgreifen.
Weitere Informationen:
www.tierschutzbund.de