Einen Monat vor Beginn des "Olympischen Winterfestivals der Europäischen Jugend" in Rumänien berichten Tierschützer davon, dass die Jagd auf Straßenhunde vor Ort massiv zunehme. Der bmt ruft zum Protest auf.

Im Vorfeld des Olympischen Winterfestivals in Rumänien werden erneut Straßenhunde eingefangen. Hunden, die in die städtischen Lager verbracht werden, droht aufgrund mangelnder Versorgung der Tod
14.1.2013
Vom 17. bis 22. Februar 2013 findet im rumänischen Brasov Poiana und seinen Nachbargemeinden das 11. European Youth Olympic Winter Festival (EYOF) statt. Während Jaques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, die Spiele als "Motivation" für junge europäische Sportler bezeichnet, sind sie nach Einschätzung des Bundes gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) für die in der Region lebenden Straßenhunde vor allem eines: eine tödliche Bedrohung ihres Lebens.
Rumänische Tierschützer berichten, dass die Jagd auf Straßenhunde derzeit massiv zunehme. Die Tiere werden vor den Augen der Bevölkerung gehetzt, gefangen und zusammengepfercht abtransportiert. Manche Hunde landen in provisorischen Auffangstationen, andere verschwinden völlig, damit sich internationale Gäste von ihrem Anblick nicht gestört fühlen.
Rund 30.000 Hunde starben in den vergangenen Jahren in Brasov
"Wir sind zutiefst schockiert, dass für eine sportliche Großveranstaltung wieder einmal unschuldige Hunde ihr Leben verlieren werden", sagt Petra Zipp, die Vorsitzende des bmt. "Wie kann man einen fairen Wettkampf ausrichten wollen bzw. an ihm teilnehmen, wenn man gleichzeitig bereit ist zu akzeptieren, dass dafür zahlreiche Hunde einen jämmerlichen und überflüssigen Tod sterben?" In den vergangenen Jahren fielen in Brasov über 30.000 Hunde geschäftsorientierten Hundefängern zum Opfer, die mit den durchgeführten Tötungsaktionen Geld verdienten.
Petra Zipp erklärt weiter: "Ich hätte mir gewünscht, dass nicht nur die rumänischen Politiker, sondern besonders auch die Verantwortlichen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Deutschen Sportbundes (DOSB) sich einmal bekennen: für den Schutz der Hunde, die zufällig in den Gemeinden leben, in denen die Spiele ausgetragen werden - und gegen die Missachtung ihres Lebens!"
Aufruf zum Protest durch den Bund gegen Missbrauch der Tiere
Der bmt führt seit Jahren Kastrationsaktionen in Brasov und den umliegenden Gemeinden durch. Dabei erhält der Verein Unterstützung aus der Bevölkerung, denn anders als rumänische Politiker oft behaupten, sind die meisten Menschen den herrenlosen Hunden freundschaftlich zugetan und wünschen sich eine faire, humane Lösung des Straßenhundproblems. Petra Zipp bittet Tierfreunde um Mithilfe: "Wir nehmen nicht länger hin, dass in Brasov, Rasnov und Predeal weiter Hunde sterben. Wir werden die Weltöffentlichkeit aufrütteln und zum Protest aufrufen: Bitte unterstützen Sie uns dabei!"
Weitere Informationen:
www.bmt-auslandstierschutz.de
www.eyowf2013.ro