Die Welle des Protests reißt nicht ab: Die Tierschutzorganisation PETA startet eine Fotokampagne mit den Frauen prominenter Fußballspieler, um sich für die Straßenhunde in der Ukraine stark zu machen.

Jaqueline Köster, Freundin des HSV-Spielers Marcell Jansen: "Stoppt Tierquälerei für EM 2012" Foto: Marc Rehbeck
Tierschutzvereine fordern nach den jüngsten Geschehnissen in der Ukraine weiterhin ein striktes Verbot von Tötungen frei lebender Hunde und Katzen. In Vorbereitung auf die Fußball-Europameisterschaft 2012 ließ die ukrainische Regierung als "Säuberungsmaßnahme" tausende Straßenhunde unter grausamen Bedingungen töten.
Zwar gab der ukrainische Umweltminister Mykola Zlochevsky offiziell bekannt, dass die Tötungsaktionen gestoppt und künftig per Gesetz verboten werden würden, Tierschützer äußern jedoch Zweifel daran und fürchten, dass das Töten der Straßentiere im Hintergrund weiter geht.
Die Tierschutzorganisation PETA startet im Rahmen ihrer Protestaktionen gegen die Hundetötungen in der Ukraine jetzt eine Fotokampagne mit den Frauen bekannter Fußballspieler. Jacqueline Köster, Freundin von Marcell Jansen, und Alessia Walch, Freundin von Dennis Aogo, sind die ersten Spielerfrauen, die sich für die heimatlosen Hunde und Katzen in der Ukraine starkmachen.
Fotokampagne für die Hunde in der Ukraine
"Für uns als große Hundefreunde war sofort klar, dass wir uns für diese Hunde einsetzen müssen! Es kann nicht sein, dass so ein tolles Sportevent wie die EM, das Menschen zusammenbringt und ein Wir-Gefühl erzeugt, gefeiert wird, dafür aber der beste Freund des Menschen auf grausame und respektlose Art sterben muss!", erklärt Jacqueline Köster.
Geplante Maßnahmen der Ukraine nicht sinnvoll
Um der hohen Population der Straßenhunde in der Ukraine Herr zu werden, wolle die ukrainische Regierung mit dem Bau von Tierunterkünften beginnen. Tierschutzvereine wie PETA und der Deutsche Tierschutzbund sind sich jedoch einig, dass diese Maßnahme die Situation vor Ort nicht entschärft. PETA erklärt: "Das Prinzip des "Tierheims" nach westeuropäischem Vorbild kann in Ländern wie der Ukraine nicht funktionieren, denn die Vermittlungsrate von Tieren geht gegen null. In den Tierheimen findet also zeitlebens so gut wie kein Austausch von Tieren statt." Stattdessen müsse ein tierschutzgerechtes Konzept "Fangen, Kastrieren und Freilassen" umgesetzt werden, wie es im Tierschutz- und Kastrationszentrum in Odessa/Ukraine praktiziert wird, verdeutlicht der Deutsche Tierschutzbund.
Weitere Informationen:
Homepage PETA Deutschland
Homepage Deutscher Tierschutzbund